»Die sehr fein individualisirten Figurender Knaben scheinen mehr von dem Origi-nal behalten zu haben, als die Figur derMedea , welche zwar trefflich gedacht, jedochin der Ausführung etwas abgeflacht er-scheint.« (Ilelbig.)
XXVII. Gegenüber, am Pfeiler, zu■unterst (aus der Casa del Centauro):Streit zwischen Atalante und des Me-leagers Oheimen; Meleager in der Stel-lung eines Richters auf einem Steinsitzend, vor ihm der Kopf des erlegtenEbers.
IV. Zimmer. Eingangswand gegendas Fenster: XXVIII. Grosses Mittel-bild (aus Casa di Lucrezio): *Dertrunkene Herkules die Rechte um denNacken Priaps legend; r. bläst ein Amordem Helden mit einer Doppelflöte insOhr, 1. schlägt ein Mädchen ein Tym-pan. R. steht die stolze Omphale mitdem Löwenfell auf dem Haupt und aufdie Keule des Herkules gestützt. DasBild ist auf eine Stucktafel gemalt, zurEinsetzung in die Wand. — In derobersten Reihe, 4. Bild r.: Polyphem,mit wildem Kyklopenhaar, streckt dieRechte einem Amor entgegen, welcherauf einem Delphin durch das Meer zuihm herantreibt. Unterste Reihe 1., 1 .Bild:Leichenbegängnis eines Zimmermanns. —Fensterwand: XXIX. Zu unterst 1.:* Perseus und Andromeda (aus der Casadei Dioscuri). — R. (unter dem Fenster)* Kassandra , welche dem Priamos, Hek-tor und Astyanax weissagt. — XXX.Oben: Der am Bach liegende trunkeneHerkules (verwischt), mit der Rechtenein Schnippchen schlagend; oben Amorenum ihn her; drei spielen mit der Keule,drei heben den Köcher; 1. oben KöniginOmphale, stolz auf Herkules herab-blickend. — Darunter (aus der Casa delCentauro): * Herkules will mit seinerGattin Dejanira , die auf einem mit zweiIsabellen bespannten Wagen steht, denFlussEuenos überschreiten; der KentaurNessus fleht auf den Knien seines Ross-leibs Herkules an, ihn Dejanira hinüber-tragen zu lassen. — Rechte Wand: XXXI.(aus Herculaneum) * Herkules und Tele-phus, welcher (I. unten) an der ihn be-leckenden Hirschkuh sich die Milch aus
! dem Euter schmecken lässt; vor dem lor-beerbekränzten Helden sitzt auf dem Fel-sen 1. die majestätische PersonifikationArkadiens; im Vordergrund unten einAdler, hinter Herkules r. ein Lowe.»Aus der friedlichen Gegenwart dieserThiere ersieht man, wie selbst die Raub-thiere des wehrlosen Knäbleins schonen.«(Jahn.) Die Ausführung ist vortrefflich.R. zu unterst: Das trojanische Pferd. —Schmalseite des Fensterpfeilers: XXXII.Herkules würgt den Hals des Löwen,welcher die Vorderpfote in den rechtenArm, die Hintertatze in das linke Kniedes Helden einsetzt. — Unten (aus Her-culaneum ): *Der Herkulesknabe würgtmit jeder Hand eine Schlange; hinterihm ruft heftig bewegt die MutterAlkmene um Hülfe, r. zieht erschrecktAmphitryon das Schwert, 1. hält derPädagog den kleinen Iphikles auf demArm und blickt besorgt auf Herkules . —Gegenüber, am Pfeiler: XXXIII. Toilette;Musik. Zu unterst r. ein Familien-mahl; daneben 1. die *Suonatrice; dar-über r. die Toilette, 1. ein Konzert.Darüber 1. die *Malerin; 5. Reihe r.das Triklinium; ebenso 1. — RechteWand, Mitte: XXXIV. Zu unterst (ausHerculaneum): Admet stützt sein Hauptauf Alcestis, gegenüber sitzt ein Jüng-ling mit der auf den Tod Admets deuten-den Orakelrolle; r. steht Admets Mutter,den Worten des Orakels lauschend,hinter ihr Admets Vater, in der Mitte(oben) Apollo mit dem (nur seitlichsichtbaren) Nimbus; zwischen Alcestis und dem Alten wahrscheinlich Nymphen-tria. — Darüber (aus der Casa del Poeta):Aehnliche Darstellung. — Schmalseitedes Pfeilers: XXXV. Komödienscenen;1. 5. Bild (von oben): Eine Scene, wie einFamilienvater seinen Sohn in lieblicherGesellschaft überrascht. — XXXVI.(Gegenüber) unten (aus Casa del Gran-duca): Dirce , zur Strafe an den Stiergebunden; 1. zu äusserst: Zethos, dasSeil um die Stirn des Stiers straff an-ziehend, daneben Antiope, mitleidig aufDirce blickend und mit der Rechten denZethos zurückhaltend; hinter dem Stierr. Amphion und der Pädagog. Mitte: