215 4. Neapel (Museum,Erdgeschoss
zum Gott aufblickend, das Gewand; überHypnos sitzt auf einem Felsen Venus(als Nymphentria). L. vom grossenBild, zweites von ernten (verdorben): DasMahl von Amor und Psyche. Darüber:Psyche inmitten der Eroten tanzend. R.vom grossen Bild, zweites von unten:^Eroten bewachen zwei für Mars undVenus bestimmte Sitze, die durch Taubeund Helm die Götter andeuten. — XLVII.2. Reihe von unten (1867 ausgegraben),2. Bild r.: Die bekränzten Grazien,r. in gewöhnlicher Gruppirung, mit demHintergrund eines hübschen Waldthals,
1. ähnlich; die mittlere hält einen Apfel.
2. Reihe, 1. Bild 1.: Satyr und Herm-aphrodit. — XLVIII. Selene und Endy-mion (mehrfach). — 2. Reihe vonoben r.: Selene (mit Mondsichel amHaupt) schwebt, in reizender Bewegungdas Ende des Gewands erhebend, dassegelartig aufflattert, zu Endymion her-nieder, dem der Jagdhund zur Seitesteht. — Zu unterst 1. (aus Herculaneum ):* Selene schreitet auf den Fussspitzenauf den schönen Schläfer Endymion zu,ihr Haupt umgibt der Nimbus und überihr leuchtet der Abendstern der Liebe;den Hintergrund durchzittert Dämmer-licht. — R. (aus der Casa de’ Dioscuri)Endymion zur lierabschwebenden Seleneemporbliekend. — XLIX. Mars und Venus(viermal). Mitte, zu oberst, klein (ausCasa di Meleagro): Mars betheuert derneben ihm sitzenden Venus seine Liebe,die Göttin hält den Fächer zur Seite. —Daneben r., 2. Bild (aus Casa diSallustio ): Mars hebt ein Ende des Ge-wands der Venus nach oben, die Göttin,von den Hüften abwärts vom Gewandumschlungen, zieht die Decke ihres Stein-sitzes empor; 1. liegen Schwert, Schildund Speer, davor ein Amor mit derSturmhaube des Mars, auf der Mauersitzt eine Taube. — In gleicher Flucht,zu äusserst 1.: * Mars im Purpurmantel,Venus, mit dem Einbogen auf ihn ge-stützt, tändelt mit ihrem goldenen Haar-band; ein Amor bemächtigt sich desHelms, ein zweiter hängt sich das Schwertum; im Hintergrund Baumschlag.Glühendes Kolorit. — Darunter (1. zu
Pompejan. Freskenn. Mosaiken). 216
unterst, aus Casa del Amore punito)sehr realistisch: Venus im violettenMantel, hinter ihr Mars mit goldfarbigemHelm; 1. kniet ein Mädchen vor einergoldfarbigen Kiste und greift nach denGewändern darin, r. schwebt ein Amor,in den Händen den Strick mit dem Fuss-eisen. Unterste Reihe, rechte Ecke:Der von Venus bestrafte Amor. — L.(unter dem Fenster), unterste Reihe,3. Bild r.: * Silen mit dem Bacchuskind.
— LI. Zu unterst r. vom Fenster (ausCasa dei Capitelli colorati): Bacchus be-trachtet bewundernd die schlafendeAriadne, die sich an Hypnos anlehnt;r. und 1. gewaltige Felsen, im Hinter-grund Meer. — Rechte Wand: LII. Zuunterst 1. (aus Casa di Lucrezio, sehrzerstört): Bacchuszug, Silen auf stier-bespanntem Wagen, auf dem Schossden Bacchusknaben; auf einer zur Ein-setzung in die Wand bestimmten Stuck-tafel. — R. (aus Casa del Citarista):* Bacchus mit leidenschaftlicher Be-wunderung die schlafende Ariadne be-trachtend, von deren Rücken ein herab-schwebender Amor, zum Gott empor-blickend, das rothe Gewand in die Höhehebt; r. hilft ein Satyr dem Silen denHügel hinanzusteigen; Satyrn, Bacchan-tinnen, Hypnos . — Mittelpfeiler: LIII.*Die berühmten dreizehn Tänzerinnenund andere köstlich schwebende Figuren.
— An der Schmalwand des Pfostens derzweiten Thüröffnung (gegen Saal VI):LIV. Oben: * Diana, voll Adel, vonschöner Farbe und korrekter Zeich-nung. — Gegenüber LV. Unten: DieNio-biden um einen Dreifuss.
VI. Zimmer. LVIII. und LIX.Alte Malereien aus Gräbern von Capua ,Pästum, Ruvo, Isernia , Gnatia. —LVIII. Processionen. 2. Reibe (Mitte):Merkur erhält die Münze für das Geleitder Seele in die Unterwelt (Capua ).Unterste Reihe: Sechs Darstellungen mitLeichentänzen (Ruvo). Zu oberst, Mitte:Hängendes Schwert (Gnatia). — Schmal-wand: LIX. Zuunterst: * Drei Gemäldeaus Pästum', Grabdeckelbilder einessamnitischen Kriegers (Reiter und Fuss-kämpfer). 2. Reihe, 1. Bild: Gorgonen -