Band 
Erster Band: Unter-Italien.
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4. Neapel (Museum, Obergeschoss: Gemäldesammlung).

goldener Haavschmuck (1876 gefunden). —Auf einem Säulenstumpf unter Glasglocke:*Goldene Lampe, 800 Gramm wiegend (inPompeji 1862 gefunden). — In einem Glas-pult: Armbänder, Ohrringe (Nr. 42 beson-ders schön, mit Perlen und Hyacinthen;zwei emaillirte Knöpfe mit Bacchantinnen;Halsketten. — Ohrring mit Harpokrates. —Auf einem Säulenstumpf: Zwei griechische♦Ohrringe, mit Medusenhaupt, aus Tarent .

— Im II. Wandschrank, von 1. nach r.,1. Reihe: Goldene Bulla, welche die I’a-tricier als Halsschmuck trugen. — Hals-ketten. — Ohrringe (einige noch mit ver-kohltem Ohrstiick). — Hinge. — 2. lieilie:(453.) Ohrring mit Ilalbglobus und Hyacinth.

— Halsketten. — Ohrringe mit Putten. —Stücke aus' Bergkrystall.—Putto aus Bern-stein , mit Perücke. — liinge mit geschnit-tenen Steinen. — 3. Reihe: (Nr. 5481.)Prächtige *goldene Kette mit Smaragdenund Agraffen, aus Pompeji (1876 gefunden).

Die folgende Thür r. trägt dieUeber-schrift: »Gabinetto Pornografico«,der Eintritt ist nur Herren gestattet; anden Wänden sind lascive Fresken ausPompeji und Herculaneum . In einemGlassehrank Bronzen und Terrakotten;dann Reliefs und Mosaiken. Beim Ein-gang 1. ein schöner Dreifuss aus Her-culaneum . Gegen das Fenster 1. dieMarmorgruppe eines Satyrs mit einerZiege, aus Pompeji . — An der linkenLängswand ein Sarkophag mit Satyrnund Bacchantinnen.

Dem Pretiosenzimmer gegenüber ander linken Seite des Korridors ist derEintritt zur

Münzsammlung (Medagiiere),

mit Katalogen; etwa 40,000 Stück insechs Sälen mit antiken Fussböden ausPompeji und Herculaneum , und schönengeographischen Karten (im III. Saaldie berühmte PeutingeP sehe Tafel). —1. Zimmer: * Griechische Münzen, be-sonders berühmt durch die Funde inGrossgriechenland und Sicilien. (Ein-theilung nach Erdtheilen, alphabetischgeordneten Städten, Königen, berühmtenMännern, Städtegründern.) — 2. und 3.Zimmer: Römische Münzen. —4. Zim-mer: Mittelalterliche Münzen. — 5.Zim-mer: Neapolitanische Stempel. Derprächtige Fussböden dieses Saals stammtaus dem Tiberiuspalast zu Capri . Münz-bibliothek.

R. (geradeaus) folgt die Fort-setzung (II. Abtheilung) der

Gemäldesammlung,

in 6 Sälen und 2 Kabinetten.I.Saal. Bologneser Schiele (Sala clPöaracci). Nr. 2. Annibale Garacci, DasJesuskind von S. Franciscus angebetet;auf der andern Seite Madonna; auf orien-talischem Achat. 3. Guercino, Madonnamit Heiligen, Entwurf. 7. 8. u. 9. GuidoReni , Traum des Jesuskindes, S. Jo-hannes, Evang., Ulysses und Nausikaa .(»Nausikaa halt mit grosser Ruhe Hofzwischen ihren Mägden «) 12. Lan~

franco, Engel mit gekettetem Satan.15. Lionello Spada , Kain und Abel(»ganz henkermässig behandelt«). 21.Elisabetta Sirani , Timoklea’s Rache andem thrakischen Anführer nach derEinnahme Thebens. 24. Guercino, S.Hieronymus. 25 .Annib. Garacci, Apollo.28 u. 29. Lanfranco, Heilige Familie;S. Maria Egiziaca. 31. Agostino Garacci,Kopf des S. Hieronymus. 36. Annib.Öaracci, Herkules zwischen Laster undTugend. 38. * Franc. Romanelli, Sibylle.39. Ludovico Öaracci, Grablegung. 41.Simone da Pesaro , S. Carlo’s Anbetungder Madonna; auf Schiefer. 43. Annib.Garacci, Satire auf Michelangelo daCaravaggio (als ein Wilder, unter Affen).44. Guido Reni , Eitelkeit und Beschei-denheit. 47. Guercino, Der reuige S.Petrus (»mit dem Schnupftuch«). 48.Lanfranco , S. Hieronymus vernimmt diePosaune des Jüngsten Gerichts (»diesbesonders zeigt, wieLanfrancodasUeber-sinnliche »anzupacken« gewohnt war«).55. Annib. Garacci, Rinaldo und Armidaim bezauberten Garten. 62. *LaviniaNontana, Die Samariterin am Brunnen.64. Guercino, Johannes Evang. 69.Michelangelo de Caravaggio , Judith undHolofernes (von krassestem Natura-lismus).

II. Saal. Toskanische Schule. Nr. 1.Lionardo da Pistoja, Jesus im Tempel.2. Pontormo, Kopie einer Madonna desA. del Sarto. 3. Marco da Siena , Be-schneidung. 4. Cosimo Roselli (nachCrowe in der Art Zaganellis von Parma),