Band 
Erster Band: Unter-Italien.
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8. Pompeji (Griiberstrasse).

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des Gemeindevermessers und TribunsTitus Suedius Clemens trug. Jenseitdes abzweigenden Fusswegs folgen 1.die (Nr. 5—15) Reste der sogen. VillaCicero (PI. 38); sie erhielt den Namenvon der Stelle (Cic. Acad. II, 25): »Ichsehe von Bauli aus das Landgut beiPompeji nicht, und doch liegt kein Hin-dernis dazwischen, nur die Sehkraftreicht nicht aus«. Sie war gross undreich geschmückt, wurde aber wiederzugeschüttet.

R., Nr. 5 : ein Grabmal mit Netzwerk,an der Thürseite mit zwei festonge-schmückten Altären. — Dann r,, Nr. 6,7: ^Sepolcro delle Ghirlande (PI. 36),mit Guirlanden zwischen den Pilasterndes würfelförmigen Grabmals. — R.,Nr. 8: Sepolcro del Vaso divetro, einglänzendes Grabmal aus grossen Qua-dern; es enthält eine kleine Cella (Thürostwärts), in welcher die berühmtegläserne Amphore mit der Weinlese ge-funden wurde (Museum, S. 268). — R.,Nr. 9: *Sedile pubblico coverto, halb-kreisförmige offene Nische ; bezeichnetdie Grabstätte eines Unbekannten undbot den Spaziergängern einen angeneh-men Ruheplatz. Sie ist tiefer als breit,vorn mit bizarr übereinander gestelltenPilastern geschmückt, der Giebel mitDelphinen und zwei Tritonen auf Meer-widdern; im Innern sind die Wändeelegant bemalt und eine grosse Muschelziert die Decke. (S. die Abbildung.)

ß., Nr. 10 — 15: Die sogen. Villadelle Colonne a musaico, mit zwei Ein-gängen; der erste, zwischen vier Lädenund mit Pilastern geschmückt, führt ineinen Gang mit Malereien (Masken,Landschaften, Fische, Vögel, Architek-turen), und eine offene Area, in derenMitte ein Sacrarium mit vier Mosaik-säulen sich erhob. Am Ende ist einegedeckte Brunnennische mit Mosaikund Muscheln und kleinerer Nische fürden Wasserstrahl. Der zweite Eingangunter der ersten Arkade einer Porticus(die vor einer Reihe von Laden sich hin-zieht), führt auch zu einer offenen Area,hinten mit einem dem Herkules geweih-ten Sacrarium; auf dem Altar das ReliefUnter-Italien . I.

eines Opfers. — R. von der Area derPferdestall (mit dem Graffito campanisalvete und Namen der Gäste). — L.zwei Treppen, welche ins Obergeschossführten.

R.,Nr. 16—28: Eine ununterbrochenelange Porticus mit kleinen Bögen unddahinter Tabernen. — R., Nr. 29, in derletzten Bottega: Ein Ofen mit Revarber,und im Nebenraum ein zweiter, einstmit Hohlziegelwölbung. — R., Nr. 30 bis32: Hier wendet sich die Strasse nach r.Auf drei Grabmaler von Sarnostein fol-gen einige 1873 aufgefundene Gräber,welche älter als die Sullanische Kolonie

Hemicj'clium.

sind und wohl noch der oskischen Zeitangehören (nach Fiorelli war dies diesamnitische Begräbnisstätte).

Zur Gräberstrasse zurück, 1., Nr. 16,ein altarförmiges Grab (von Servilia dem Gemahl errichtet), zwischen Cy-pressen; daneben r. ein kleiner mar-mornerjlermencippus, hinten mit Haarenund Hals, nach innen mit der Inschrift:Junoni Tyches Juliae Augustae Vener.— Es folgt 1. das sogen.

Nr. 17: Grabmal des Aricius Scaurus(PI. 40), einst mit berühmtem Gladia-toren-Stuckrelief, welches die Kampf-spiele der Gladiatorenschar des FestusAmpliatus darstellte, die zu Ehren desbestatteten Scaurus gehalten worden.Jetzt sind nur noch zwei Gruppen auf16