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(30 Kil.) Bieti (Campana ; an derPiazza; Cafe - Restaurant Italia), mit14,000 Einw., das antike Beate, eine ur-alte Niederlassung derümbrer, der Haupt-versammlungsort der Sabiner, schon beiden Alten als herrliche Gegend mit einemTempe (Cic. ad Att. 4, 15) und den Ro-sea rura gepriesen, liegt 380 m. ü.M., amAnfang der Hochebene, durch welche derVelino fliesst; es hat eine alte Burg undviele Kirchen; in der Kathedrale } einemhübschen Bau des 15. Jahrh., ^Denkmal
Grundriss der Kirche zu S. Vittorino.
der Isabella Alfani, von Thorwaldsen ; — |iji S. Francesco das Jüngste Gericht, Auf-erstehung u. a., von Jacöbo Siculo ; — in5. Domenico Madonna, von Luca Thome;im Pal. del Comune antike Inschriften. —-Schone Ausflüge nach Monte Eolo undin Villa Valle.
Seitenrouten (zuvor nach der Sicherheitder Gegend sich erkundigen und Empfeh-lungsbriefe für die Aufnahme, da Wirts-häuser oft ganz mangeln) gegen NO. über(25 Kil.) Leonessa (908 m. ü. M.), in kühlerHöhe von einem Halbkreis viel höhererKalkberge beschattet, und (45 Kil.) C’ascia,grosser Klecken am Zusammenfluss von sechsWildbächen (fabelhafter Ursitz der Abori-giner (Yoranfanger), nach
(57 Kil.) Norcia , ein den Erdbeben sehrausgesetztes Städtchen mit 8700 Einw.,das noch 1857 schwere Zerstörung erlitt,berühmt als Geburtsstätte (408) S. Bene-dikts, am westlichen Fuss der prächtigenSibillakette. In antiker Zeit war die Sabi-nerstadt (iSursia) berühmt durch ihre treff-lichen Rüben ( Martial 18, 19; Steckrüben[Napi] bieten sich Dir Nursische runde zumMahl), die noch jetzt ihren guten Ruf ver-dienen (man hat eine Rübenzuckerfahrikangelegt); sie war Vaterstadt des Sertorius und der Mutter Vespasians .
Zurück über (15 Kil.) Accumoli, aufeinem Hügel malerisch gelegen; vom anti-ken BadieA noch die Spuren der Mauernmit vier Thoren und vielen Thüi’men.
(22 Kil.) Amatricc, mit 6300 Einw., amwestlichen Fuss der hohen Pizzo di Sevo undPizzo di JMoscio, unweit der Quellen desTronto (Spuren antiker Mauern, Thore undder Arx sowie der Via Salaria ); Geburts-ort des von Va&ari so gepriesenen MalersNicola Filotesio (Cola d’Amutrice); in S. Fran-cesco ein vergoldetes Bronzetabernakel (1487von Pietro von Ascoli ) und ein. schönesgothisches Portal.
(39 Kil.) Montereale und
(54Kil.) S. Vittorino, Gebirgsdovf, dasantike AAiiternum (am Aternus), Stammortder Sabiner und einst ein unabhängigerStaat mit eigenem Gebiet, unter den Rö-mern eine Präfektur, Vaterstadt des Ge-schichtschreibers Sallustius ; noch bedeu-tende Ruinen; auf der Anhöhe der Arx einThurm mit Inschriften und Skulpturen(Torre d’Amiterno), unten am Hügel (10 Min.)Reste von Tempeln, Theatern, Bädern. —Der jetzige Name des Orts stammt voneinem Bischof von Amiternum (5. Sept. seinFest), von dem das Martyrologium berich-tet, dass er unter Trajan bei dem AcquaoCutiliae (s. unten) den Märtyrertod erlitten.Ihm zu Ehren wurde die alte einschiffigeKirche (1170) erbaut; mit grossem Querschiffund Apsis (1528 restaurirt); unter der west-lichen Erhöhung führen 15 Stufen in dieKatakomben mit dem alten Sarkophag desBischofs S. Vittorio hinab; vor dem Hoch-altar führt eine Treppe zur Untei-kirche. inwelcher, wie an der Apsis, alte (zerstörte)Fresken die Wände bekleiden; an der Siid-waud der Kirche zwei alte Marmorreliefsmit der Geschichte des Bischofs. Der Stein-und Ziegelthurm unweit der Kirche zeigtantike Fragmente.
Von S. Vittorino in. 1 St. nach (59 Kil.)Aquila (S. 674). _
Jenseit Rieti in köstlicher, malerisch-romantischer Umgebung zieht die Strassedas Velinothal hinan. — Bei ( s /4 St.)Fondo di Lesta sind noch schwache Rui-nen der antiken Sabinerstadt Lista, an-gebliche frühere Hauptstadt der Abori-giner (s. oben).