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glücklicher als ich«, rief Phython, als manihm den Tod des Sohnes meldete. Die Feld--mark der verödeten Stadt übergab Diony-sios wahrscheinlich den Lokrern. Von daan schwang sich die Stadt nie mehr zudem alten Glanz empor. Dionysios devJüngere stellte einen Theil der Stadt wiederher und nannte sie Vhoebia «.
Zur Zeit des Pyn-hos brachte die kam-panische Besatzung nach der Schlacht beiHeraclea (280 v. Chr.) alle wehrhaften Bür-ger um, bemächtigte sich der Stadt sammtden Weibern und Kindern und errichteteeinen unabhängigen Räuberstaat, der Kro-ton überiiel und in Asche legte. Aber von denSyrakusern mit Schiffen unterstützt, be-lagerten die Körner unter dem Konsul Ge-nuciua die Stadt, die sich mit demMuth derVerzweiflung wehrte, bis sie erstürmt ward.Was von der räuberischen Bande demSchwert entrann, büsste in Rom , undKhe-gium wurde den übrig gebliebenen Bewoh-nern zurückgegeben. — Beim Unglück Han-nibals brachten die Römer (205 v. Chr.) dieStadt wieder in ihre Gewalt und straftensie für ihren Abfall aufs schwerste; römischeund bundesgenössische Ansiedler bezogendie verlassenen Häuser und theilten sichin die verödete Feldmark. — Kurz vor demMarsischen Krieg ging ein grosser Theil derStadt durch Erdbeben zu Grunde; KaiserAngmtus bevölkerte sie durch Soldaten aufseinem Heer. Die Unglückschronik derreizenden Stadt, die immer wieder aus ihrerAsche erstand, zeugt von der Verjüngungs-kraft ihrer wundervollen Umgebung. — ImJahr 410 belagerte sie Älarich , der in derNähe starb, 549 eroberte sie Tolila nachgrossem Widerstand, 918 fiel sie in die Ge-walt der Saracenen, denen die Pisaner hier1006 ein Treffen lieferten. 1060 wurde Reggio den Byzantinern durch Roger entrissen und1282 dem Karl I. Anjou durch Peter vonAragonien. 1542, 1558, 1594 verheerten dieTürken die ganze Küste.
Da die alte Stadt durch das grossekalabrische Erdbeben gänzlich zerstörtwurde, so ist die jetzige ein völligerNeubau, mit grossen, geräumigen Strassenund hübschen Häusern, vom Hafen zurüppig umgürteten Höhe emporsteigend,rings von heiteren Villen umgeben. DieHauptstrassen laufen von N. nach S. undsind eben, die Querstrassen, welche gegendas Meer münden, steigen steil bergan.An Fenstern, Balkonen r. oben findetman den eoeänen Sandstein von Syrakus ,»einer der herrlichsten Architektursteineder Welt«.
Vom Bahnhof gelangt man in 3 Min.zum Anfang der Stadt-, hier gleich 1. dasneue Comizio Agrario } mit köstlichem
Garten und prächtigem BlickaufMessina,die Gebirge, das Meer und 1. auf denSchneegürtel des Aetna . In weiteren4 Min. erreicht man auf dem mit grossenFliesen bekleideten Corso Garibaldi r.die moderne Kathedrale • auf dem Friesüber den drei Portalen die grosse ein-zeilige Inschrift (Apostelg. 28, 13): »Dawir umschifften, kamen wir nach Rhe-gium« ; sie ist ein stattlicher Bau miteinigen glänzenden Grabmonumenteii-,eine grosse Freitreppe führt zu ihr hinan.
Neben dem Chor am rechten Pfostendas schöne Denkmal auf Matthäus de Ja*nuario, Erzbischof von lteggio, 1668, mitliegender Statue, Relief und stützendenLöwen mit Wappen; 1. vom Chor, am linkenPfosten: Grabmal des Annibale de Affiittovon Palermo, Erzbischof von Reggio , ganzin demselben Stil.
. Am Corso Garibaldi weiter nach4 Min. 1. die Piazza Vittovio Emanuele,mit Anlagen und der modernen Marmor-j statue der Italia von Larussa, miti Schwert und Lorbeerkranz. GegenüberI die stattliche Camera del Commercio. Auf! dem Platz spielt die Militärmusik. Dannj bei dem (r.) hübschen Renaissancebauj des Palazzo Musitano - Guerrera (der' vierten Strasse 1. gegenüber) die gepfla-| sterte Via Giulia 1. hinunter zur Hafen-\ strasse ; hier überall *Prachtbliek auf (].)den Aetna und den Gebirgszug bis nach(r.) Messina , das in voller Ausdehnungjenseit der Meerenge vor Augen liegt; r.am diesseitigen Ufer eine weite herrlicheStrecke der kalabrischen Küste. In derMitte der Hafenstrasso liegt die hübsche,im gothischen Stil erbaute Villa Leo,mit reichstem Gartenflor (der Eingangist aber von Strada Diana aus, die sichvom Corso Garibaldi abzweigt; Zutrittgegen Visitenkarte leicht gestattet).
An Sonntagen sieht man in Reggio daskalabresische Kostüm noch zahlreich ver-i treten; die grossen blauen, in Wülsten her-: abhängenden Mützen, die unten offenenj schwarzen Sammethosen, weissen vorragen-j den Unterhosen, WoUstrümpfe und Sauda-I len, der schwarzsammtne Kittel mit zweii Reihen vergoldeter Knöpfe geben der Er-j scheinung der sonst nicht durch Schönheithervorstechenden Kalabreser Landleute et-: was sehr Malerisches. — Aber das Schönste; von Reggio ist das Panorama und die Ve-j getation umher, welche die hier überaus