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20. Syrakus (Klima - Wegweiser).
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dass die Bedeutung des Orts nicht ausserAcht gelassen ist.
Von der riesigen, 180 Stadien (über33 Kil.) umfassenden antiken Stadt blie-ben nur geringe Trümmerreste, Uebcr-bleibsel von drei Tempeln, einer Säuledes Forums, Fundamentreste am klei-nen Hafen, Bäderbruchstücke, Aquä-dukte, Strassen mit Räderspuren, in denStein geschnittene Grundpläne von Häu-sern, grosse Mauerzüge, tlieilweise nochmit Thürmeii und Thoröffnungen, einriesiger Altar, Brückenfragmente, dieTrümmer einer gewaltigen Bergveste,kolossale Steinbrüche (Latomien), durchgrossartige Naturschönheit ausgezeichnet,ein ziemlich gut erhaltenes Theater, des-sen Inschriften auf die Zeit Hierons II.(3. Jalirh. v. Chr.) hindeuten, dessenGrundlage aber wohl dem von Demo-kopos (unter Hieron I.) errichteten ange-hören , ein Amphitheater, eine grosseReihe von Gräbern, zum Theil noch mitarchitektonischer Ausschmückung, Pis-cinen, Cisternen, die poetische Arethusa-quelle und weithin im SW. der Anapos-strom und die klassische Kyane. Ausalter Christenzeit noch in die antike Zeithinüberragend, haben sich geräumigeKatakomben erhalten.
Tief ergreifend und einer der gröss-ten Genüsse Siciliens ist das ernste, er-habene Landschaftsbild von der Mitteund den Enden der Altstadt, von unsäg-licher Gewalt und Würde, die sinnigsteGrundlage für die so reiche Geschichteder Stadt, am schönsten von den oberstenStufen des Theaters uud namentlich vomZeustempel jenseit des Anapos. — Pin -dar besingt das alte kriegerische Syrakusim zweiten pythischen Gesang an Hieron(ca. 475 v. Chr.):
»O Syrakusä, grosse Stadt,
Des Ares Heiligthum,
Der im Gewühle der Schlacht -vveilt,Erzliebender Männer und RosseGöttliche Pflegerin,
Ich komme zu Dir von der strahlenden ThebeDies Lied Dir zu bringen«.
Das Klima zeigt im Winter eine bemer-kenswerthe Gleichmässigkeit der Wärme undgeringe Schwankungen •, die Abwesenheit desFrostes bezeugt die an dem Zufluss zumAnapos üppig wuchernde ägyptische Papy-russtaude.
Temperatur (1875 auf 1876):
Morgens 9 Uhr, Nachm. 3 UhrMin. Max. Min. Max.November 11 — 19°. 16 — 20°.
December 9 — 17°. 10—18°.
Januar 7 — 140. 10—16°.
Februar 6—15°. 10 —18°.
März 8 — 15 0 . 11 — 19 0 .
Nur während der Ostwinde, die abernicht oft wehen, ist die Witterung unan-genehm. Nur selten kommt ein Tag vor, andem nicht für einige Stunden die Sonnedurchbräche. Im Sommer fürchtet man dieAusdünstungen der westlichen Sümpfe.
Wegweiser.
l)Die gegenwärtige Inselstadtund ihre antiken Reste. Vom letzten in-nern Thoreingang (Porta a terra) folgeman r. der grossen äussern Pflasterstrasse(Piazza del popolo) und biege in die ersteStrasse 1. ( ViaDiana) ein. Am Ende der-selben kommt man (1.) zum sogen.*‘i)i«?i«-Tempel{ S. 736). Jenseit des Tempels,daserste Strässchen ( Via Dione) r. immergeradeaus, gelangt man über Piazza Archi-mede hin in die Via Borna (die Haupt-strasse), an welcher das Naturalienkabi-net, die Präfektur, die Polizei, die BancaNazionale und di Sicilia, das Archiv undviele Uffizien sich befinden.—Nr. 14 gegen-über zweigt r. die Via del Seminario zurPiazza Minerva ab, an deren Eingangs-seite r. in der Ecke (Nr. 3) das * Museum(S. 737) und die Bibliothek sich befinden.— Neben dem Museum 1. erhebt sich der*Dom (S. 738) S. Maria del Piliero, derin die Säulen des sogen. * Athene-Tempels(S. 728) eingebaut ist. — Der Domplatzist der bedeutendste Platz der Stadt-, anseiner südlichen Schmalseite liegt S.Lucia, an deren rechter Langseite (ViaManiaci) man in 2 Min. zur * FontanaArethusa (S. 740) gelangt. — Oben vondem Halbkreisgitter hat man einenPrachtblick auf den grossen Hafen (Portogrande, S. 741). Die Treppe an der Fon-tana r. hinab, dann r. durch den Thor-bogen, führt in die schönen ^öffentlichenAnlagen } die sich längs des Meers bis zuden Schiffen hinziehen, mit köstlichemAusblick. Auch oberhalb jener Treppe,wenn man einige Schritte zurückgeht und1. dem Passeggio Aretusa und Adorno