Band 
Erster Theil.
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niß mit den Katholischen brechen würden^). Alle Furchtverschwand also. Schon drei Zahre vorher hatte Nid-walden Luzern ersucht, Wallis zu Erneuerung des Ver-trages einzuladen.^)

Während dieser Zeit glaubten sich die Katholischen be-ständig unterdrückt oder bedroht. Bei Annäherung derConserenz der dreizehn Orte, behufs der Einführung desBotschafters von Bonnac, erhielten die Abgeordneten vonNidwalden zur Instruktion, ihm die bedrängte Lage derKatholizität^) ans Herz zu legen.

Wenn die konfessionelle Feindschaft von Kanton zu Kan-ton Katholiken und Protestanten trennte, so brachte siedieselben, vielleicht nur mit desto größerer Erbitterung, infeindselige Berührung, wenn sie unter denselben Gesetzenund in demselben Staate lebten. Mancherlei Ursachentrugen mit jener dazu bei, in Graubünden den Geist derZwietracht zu nähren oder von Zeit zu Zeit zu erwecken: <")der Umfang eines durch hohe Berge in mehr als hun-dert und fünfzig Thäler zerschnittenen Gebietes, die Un-abhängigkeit so vieler, durch das schwache Band einesGemeindebundes mehr zusammengerückter als vereinigterVölkerschaften, die Vaterlandsliebe durch die Gunst derKönige untergraben, der Parteigeist durch den fremden

58) Der geheime Rath von Bern an den geheimen Rath zu Zürich .22. November 1728 und 11. Januar 1729. Protok. von eben-demselben, 31. August, 15. November, 3. und 6. Dezember 1728Werner Archive: Geheimbdes Missiven-Buch.

59) Landrathprotok. 23. April 1726 (Stanzer Archive).

60) „Die betrengte Catholicitet." Landrathprotok. 20 Mai. 1728.

61) Quellen. Bündnerische Gesandtschaftsacten von 1729. 2 Foliobände.(Archiv von Zürich , Gestell X. IVo. 111.) Daselbst finden sichdie verschiedenen Aktenstücke und Correspondenzen, die wir an-führen. Der Kanton Graubünden von G. W. Roder und P. C. von Tscharner. St. Gallen und Bern 1838, I.