153
beauftragt seien, das Weitere mit ihm zu besprechen undihm beim Nachtessen Gesellschaft zu keiften; auf den fol-genden Tag versprach man ihm eine Musterung seinerTruppen, sowie derjenigen von Lausanne und der Um-gegend , worauf man „die zweckmäßigsten Mittel zur Aus-führung seines Vorhabens" verabreden werde; unterdessenhatten sich die Rathe eidlich zu unverbrüchlichem Still-schweigen verbunden.^') Die Unterhaltung beim Nacht-essen war heiter; nur Davel blieb ernst, wortkarg, aßund trank wenig. Auch in seinem gewöhnlichen Lebenwar er mäßig und genügsam; an den Werktagen warenGemüse und Käse seine einzige Nahrung; er aß gehendund soll sich nur an den Sonntagen zu Tische gesetzthaben; geräuschvolle Gesellschaften vermied er oder ver-ließ sie bald wieder. ^'2) Der Magistrat von Lausanne ,dem es unbegreiflich schien, daß ein so weitaussehendesund gefahrvolles Unternehmen in dem Kopfe eines ein-zigen Mannes erzeugt worden sei, hatte den vier Raths-herren den Auftrag gegeben, nicht nur ihre Gäste unter demScheine, ihnen Ehre zu beweisen, auszuspähen, sondern auchihre Flucht zu verhindern. 2 ») Um 10 Uhr führten sie siein ihre Wohnungen. Davel, der in seiner Arglosigkeit undEntschlossenheit keine Verstellung unter dem Mantel derFreundschaft argwohnte, nahm die Gastfreundschaft, dieihm der Major von Crousaz anbot, an. 2 ^) Mit derOffenheit des rechtschaffenen Mannes und mit der Zu-versicht, die das Bewußtsein seiner guten Absicht ihmgab, setzte er ihm bis Mitternacht das Ganze seinesPlanes in allen seinen Einzelheiten auseinander.
26 t) Nemoirs äs l.susiinno.
262) t.ettre eorüs 6s ^Susanns, 27. Apr>! e!r.)
263) Ausführt. Gesch.
264) Nemoir« cts I-sussnny,