Band 
Erster Theil.
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den Blicken seiner Leute auszusetzen, führte man ihndurch einen Seitenweg auf das Schloß. Davel ließalles ruhig geschehen. Seine Gefangennehmung; derAnblick des Gefängnisses; die schlechten Kleider, dieman ihm anzog; die Fesseln, die man ihm an Händeund Füße legte; die in die Mauer eingeschmiedeten Ket-ten, mit denen man ihn band; die Beschimpfungen undVorwürfe, mit denen man ihn überhäufte: alles dasvermochte nicht, seine Heiterkeit im geringsten zu trübenoder seine Standhaftigkeit zu erschüttern. Er wurde nunstreng bewacht: mit entblößtem Degen standen Tag undNacht vier Männer in seinem Gefängnisse, vier vor derThüre desselben. Dieser Posten, sowie die Bewachungdes Schlosses, ward anfangs den Studenten übertragen,die, dem Gebrauche gemäß, unter die Waffen getretenwaren. Die Unterhaltung mit denselben war dem Ge-fangenen sehr angenehm.

Obgleich die beiden Hauptleute Davels sich völliggleichgültig zeigten für den Plan, den er ihnen erstTagS vorher anvertraute, so ward ihnen doch strengeuntersagt, die Stadt zu verlassen; seine Soldaten hin-gegen wurden abgedankt. Diese waren erstaunt, ihrenFührer nirgends zu sehen, noch mehr aber, als sievernahmen, was für eine Absicht derselbe mit ihnengehabt. Auf dem Heimwege stießen die einen Ver-wünschungen gegen den Major aus, die andern bewein-ten zwar seine Verirrung, ließen sich aber die Ach-tung für seine Person nicht rauben. „Sie gaben",schrieb Bern , „Versicherungen ihrer Treue und ihresGehorsams gegen uns, als ihre rechtmäßigen vonGott eingesetzten Obern, und erklärten sich bereit, Gut

870) Simmler, 20l.