Band 
Erster Theil.
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den höchsten Ruhm, und er tadelte diejenigen, die dasfür Seelengröße und Hochherzigkeit ansahen, was er füreine Gnade hielt, der ihn sein Gott würdige. „Zch binkein Heide", sagte er, „daß man mir von Heldenmuth re-den müßte

Die Nacht schlief er ganz ruhig.

Am folgenden Tage, den 24. April, dem Tage derHinrichtung, unterhielt er die Geistlichen und anderePersonen, die ihn besuchten, „mit solcher Unbefangenheitund Aufgeräumtheit, als wenn er nicht auf ein Blut-gerüste, sondern zu einer Hochzeitfeier gehen sollte^)."Gegen Mittag wurde er vor seine Richter geführt, undihm der Prozeß und hierauf das Urtheil vorgelesen:ohne einen Seufzer, ohne die geringste Bestürzunghörte er alles an; er zeigte Ehrfurcht für seine Richter,Unterwerfung unter das Urtheil, wie unter einenSpruch Gottes selbst, zu dessen Preise er nun in denTod gieng.

Eine Stunde vom Schlosse zu Lausanne liegt derPlatz, wo sich das Blutgerüst erhob. Davel machte die-sen Weg — wie man glaubt, in rother Uniform^) —zu Fuß; ein Pferd hatte er ausgeschlagen^). Er giengdurch die Stadt mit derselben Heiterkeit, wie an einem Fest-tage. Seine Ruhe und Entschlossenheit verläugneten sichnicht. Einmal hörte man ihn ausrufen: „Seht, seht daden Triumph des Christen!" Zu wiederholten Malen bater die ihn begleitenden Geistlichen, sie möchten ihr Zuredenunterbrechen, damit er sich sammeln und seine Seele zuGott erheben könne. Auf dem Wege gab er verschiedeneProben seiner Gegenwart des Geistes. Als man nämlich bei

333) Bamaud, 422. — 334) UM. 423.335) Olivier, 129. - 336) Ick. 141.

Ld. Xl

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