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richtsbarkeit Rorschach , gesetzt hatte, ergriff er Pferde undKaufmannswaaren derer, welche sich weigerten, fünfKreuzer für das Stück zu bezahlen, und belegte die Zu-widerhandelnden mit Geldstrafen. Das Volk der äußernRhoden beklagte sich darüber vor den Kantonen auf derTagfatzung zu Baden. Die innern Rhoden , bis 1707mit ihren Mitbürgern einig, gaben alsdann dem Abtegewonnenes Spiel, indem die heftige Wiederkehr desReligionshasses sogar über das Interesse die Oberhandbehielt. Im Jahr 1712 erlangte Appenzell-Außerrhoden ,daß es in den Friedensvertrag eingeschlossen und gegendie Angriffe des Fürsten sicher gestellt wurdet.
Als im Jahr 1714 der Vertrag mit vieler Müheentworfen und den appenzellischen Abgeordneten überge-ben war, verlangten die Gesandten von Zürich undBern , im Begriffe abzuschließen und wieder zu verreisen,eine bestimmte Antwort auf den zweiten Tag. Da dieso kurze Zeit nicht erlaubte, den großen Rath einzube-rufen, so legten die drei Abgeordneten den Entwurf denHauptleuten (Präsidenten) und Räthen ihrer betreffendenGemeinden vor, die ihn einhellig genehmigten und analle übrigen Häupter des Landes schickten, deren Zu-stimmung ebenfalls einmüthig war. Die zwei Hauptur-heber der Unruhen, die wir nun erzählen wollen, LaurenzWetter und Jeremias Meyer, der eine in der Folge Land-ammann, der andere Statthalter, waren damals schonRathsherren zu Hsrisau. Die Annahme des Entwurfes