Band 
Erster Theil.
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siebter, ein Mann, welcher den Ehrgeiz der Menschenund die Launen des großen Haufens verachtete, dieEinsamkeit dem Geweihte und die Gesellschaft der Den-ker zahlreichen Versammlungen vorzog, aber, obschonauS Neigung von politischen Streitigkeiten sich ferne hal-tend, während dieser Unruhen aus dem Grundsätze derPflicht seinem Lande diente. Zu kaltblütig um beredtzu sein, gebor er der Aufmerksamkeit durch seinen sichernBlick und durch die Klarheit seines Geistes, wenn nichtdie Leidenschaft ihm die Ohren seiner, Zuhörer schloß.Zudem er den tobenden Pöbelhaufen anredete, welcher dasVorzimmer des Rathes erfüllte, stellte er ihm vor, daß dieim Rorschacher Vertrage betheiligten Magistratspersonenihr persönliches Interesse verkannt hätten, wenn sie das-jenige des Landes vernachlaßigt hätten. Aber das Volkantwortete ihm mit Geschrei und Stößen. Zellweger botihnen das Heft seines Degens dar: „Durchbohrt mirdas Herz, wenn ihr es für gut findet," sagte er zuihnen, „ich muß nur einmal sterben, und ich will liebersterben oder Sklave sein in der Türkei , als unter euchleben, ein freier Bürger, dem man verbietet, seineMeinung zu sagen." Man ließ ihn wieder eintreten;aber einer der Aufrührer versetzte ihm noch einenheftigen Stoß in die Seite und ein anderer wollte ihmseinen Hut und seine Perrücke abreißen^). Die derVolkswuth preisgegebenen Magistratspersonen hielten gu-ten Stand; die Hauptagenten des Landammann Wettergiengen von Zeit zu Zeit hinaus und verbreiteten sich

27) Wir folgen der Erzählung des Doktor Zellweger selbst. Die dort,Note 21, angeführte Geschichte schreibt diese Handlung und dieseWorte seinem Vater zu, welcher noch beigefügt haben soll, daßer bereit sei, sein Betragen heute, und vor Gott am jüngstenTage zu rechtfertigen.