einer so geringen Sache willen Blut sollte vergossen wer-den. Daher übersandten sie das kleine Landsiegel demvon der Teufer Landsgemeinde erwählten Statthalter^).
So endigte dos Zahr 1732.
Mit dem Zahre 1733 erscheint die Eidgenossenschaftauf dem Schauplatz, oder vielmehr eine der beiden Eid-genossenschaften, in welche die Religionskriege die Schweiz getheilt hatten. Am Tage nach der Landsgemeinde vonTeufen sandten die Linden einen Bericht von den Tagsvorher stattgehabten Ereignissen nach Zürich und Bern .Während ihrer Zugendzeit redete die Schweiz wenig,und schrieb nicht viel: sie besiegte den Feind auf demSchlachtfelds und schlichtete die Mißhelligkeiten zwischenFreunden durch einige gebieterische Worte. Zm acht-zehnten Jahrhundert schreibt die Eidgenossenschaft vielund redet noch mehr. Zuerst ward zum Frieden er-mähnt^), hierauf eine Conferenz aller evangelischen undzugewandten Orte nach Frauenfeld auf den Vi- Januarausgeschrieben^). Aber alle Ausgleichungsversuche schei-
35) Walser, III. 35 , 40 , 41.
36) Nach dem Empfang eines Schreibens von den Eidgenossen sand-ten die von Trogen durch einen Erpressen denen von Herisau neueFriedensvorschläge. Der Landammann Wetter begnügte sich mitdieser mündlichen Antwort: „Ich hab jetzt nicht der Zeit zu schrei-ben , die Herren in Trogen Watten je länger je tieffer hinein. "Einige von den Linden hatten daran gedacht, den Abt von St. Gal-len zum Schiedsrichter zu nehmen; aber andere gaben ihnen zuverstehen, daß er sich um diese Rolle nicht bekümmern würde.Schreiben von Pfarrer Gabriel Walser an den Abt von St. Gal-len, Speicher, 15. Dezember 1732 ; St. Gatter Stifts-Archiv.Gewölbe v. Kasten I. Rubrik XII. Zelle 43. I?asoicul. 9.Siehe auch Walser, III. 32-41.
37) Alter Styl, wie in diesem ganzen Berichte; der Vorort datirtenach dem neuen Styl, er schrieb r!e Conferenz auf den 15. Januaraus. — In einem Schreiben an die Obrigkeit von Appenzell -