Band 
Erster Theil.
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treten'"). Zürich und Bern hatten bisher das Rechtauf Seite der Linden gesehen""), aber auch sie fiengenan zu erklären, es hänge von dem Volke ab, seinenEinschluß in den Rorschacher Frieden anzunehmen oder zuverwerfen. Mit der Hoffnung einer Stütze verlor diePartei der Linden den Muth; von da an fielen vieleab und so gab sie nach. Vor der ordentlichen Landsge-meinde hatte der große Rath den 23. wegen Abnahmeder Jahrrechnung eine Sitzung zu Hundweil, welchedie beiden Parteien wieder gemeinsam besuchten; den Lin-den war sicheres Geleit versprochen und redlich gehalten.Eine so friedliche Sitzung ließ zwar nicht die Versöh-nung, aber wenigstens mehr Ruhe hoffen'"). Die An-näherung dieser Volksversammlung verursachte in dendemokratischen Kantonen, besonders zu Schwyz und Nid-walden, einige Gährung. De Bonnac aber nahm imEinverftändniß mit den ersten Magistratspersonen dieserKantone Maßregeln, um sie zu beschwichtigen und den Fol-gen, die sie herbeiführen konnte, zuvorzukommen, indemer sich einiger der Hitzigsten zu versichern suchte'").

Sontag Den 29. war der Tag der ordentlichen Lands-gemeinde; schon am Samstag begaben sich eine großeZahl Landleute, hauptsächlich von vor der Sitter, nachHundweil, wo sie abgehalten werden sollte. Harte undLinde fanden sich, nicht ohne gegenseitiges Mißtrauen,unter einander gemischt. Sie verhandelten und rath-

103) Schreiben Wels an Bern und Antwort, Misfivenb.

104) Bern betreffend, könnten wir unter andern Proben eine Stelleaus einem, unterm K. März 1733, von der Regierung an ihrenGesandten von Tiliier zu St. Gallen gerichteten Missiv anfuhren;Werner Archiv; und in Bezug auf Zürich ebendaselbst ein ähn-liches Schreiben.

105) Laur. Zellw. und Walser, III- 83.

10K) Bonnac an den Siegelbewahrer, 15. April.