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Mittwoch den 18. Mai, Morgens um halb drei Uhr,ward Schumacher, an Händen und Füßen gebunden, ausseinem Gefängnisse gezogen und, ohne daß man ihmerlaubte seine Kleider zu wechseln, durch die Menge deszusammengeströmten Volkes hindurch an das Ufergeführt, wo seine Tochter einen traurigen Abschied vonihm nahm. Man brachte ihn auf das Schiff und fuhrab. Die Kapuziner von Arth und Soldaten von derCompagnie, die er von Oestreich erhalten hatte, dachtendarauf, ihn zu befreien; aber die Barke nahm die Rich-tung von Küßnacht ; daselbst empfieng ihn der Pfarrermit Menschlichkeit. Dann ward er, über den Vierwald-stättersee und durch das Urnerland, nach Turin geführt,wo er mit andern, wie er zur Galeerenstrafe verur-theiltcn Verbrechern in die Citadelle eingesperrt und aneinen derselben angeschmiedet wurde. Bald ergriff ihneine hitzige Krankheit, und am 6. Juli verschied er inden Ketten in einem Alter von beinahe acht und fünfzigJahren^). Bei der Nachricht von seinem Tode verbrei-teten sich unter seinen Anhängern Gerüchte von wunder-baren Erscheinungen, und die Kapuziner, die großen Be-schützer dieses Mannes, machten sie glaubwürdig^").Seine Familie und einige Freunde feierten in der Mor-genfrühe geräuschlos einen Gottesdienst für das Heil dieservon den Fesseln des Gefängnisses wie von den Fesselnder politischen Leidenschaften erlösten Seele.
der geheimen Ränke der Franzosen , und ich beweise durch meinBeispiel, daß der Pöbel, ein böses Thier, die Hälse seinenhöchsten Männern nicht wachsen läßt." Stadlin, 695, 696.
255) Die Sache kam aus, ungeachtet des durch den Rath beobach-teten Geheimnisses. Eolin an Bonnac, 22. Mai.
256) 57 Jahre, 9 Monate und 27 Tage.
257) Bonnac an den Siegelbewahrer, tö. August 1735.