Band 
Erster Theil.
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Von dem Herd von Zug trug der Wind einige Funkenbis an die äußersten Enden der Schweiz , und beinahehätten sie im Wallis einen Brand verursacht^). Manerkannte daran das Verführerische des Beispiels imGrunde aber kämpfte ein demokratisches Prinzip gegendas Privilegium.

Die einem Engländer hingegebene Ausbeutung ge-wisser Bergwerke veranlaßte im Sommer 1732 das Volkvon Ober-Wallis zu einem Aufstand gegen die Regierungund den Bischof. Der Zehnten Visp gab den Anstoß,die Bewegung theilte sich bald den andern mit. Um Sittenherum, dem Mittelpunkt der Vorrechte, war der Lärmam stärksten. Dort hoffte das Volk, in einer allgemei-nen Bewegung dem Bischof einige Rechte abzugewinnen;die durch die Mißvergnügten der andern Zehnten unter-stützte Landschaft hoffte mit der Stadt die Zehnten-Aemterzu theilen. Es ward eine allgemeine Versammlung der Ge-meinden verlangt. Sie vereinigte sich in Visp gegen EndeAugusts, ohne die Theilnahme einer obrigkeitlichen Person,und berathschlagte friedlich und in Ordnung drei Tagelang^). Sie beschloß neun und dreißig Punkte, vondenen die hauptsächlichsten auf eine Grundveränderung

275) Quelle: Lorrsspouckanes llo Louirae. öuisss, IVo. 313, 1732,die vier letzte» Monate (Archiv der auswärtigen Angelegenheitenin Paris ).

276) Der Siegelbewahrer schreibt an Bonnac, den 16. September1732 : „Ich bin wahrhaft betrübt wegen dessen was im Wallis vorfällt, wo ich sehr besorge, das unglückselige Beispiel desKantons Zug möchte befolgt werden." Schmer, der StaatS-schreiber im Wallis , sagt ebenfalls in einem von Aernen, 9. Sep-tember, datirten Briefe: „Es hat wenig gefehlt, so hätte sichder Zuger Zwiespalt durch die aufwieglerischen Reden eines beiuns niedergelassenen, nun aus dem Lande gejagten, Zugersauch in unserm Staate verbreitet."

277) Vom 27. bis zum 29.