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in der Hand um Mitternacht versammelt zu sehen.
Am ersten Tage wurden nur die Zweihundert und dieje-nigen ihrer Verwandten, auf denen kein Verdacht ruhte,unter die Waffen gerufen; so sehr mangelte das Ver-trauen! so wenig wußte man, ob die Zahl der Verschwor-nen nicht größer sei als die der Nichtverschwornen!Auch wagte man nicht, die Stadtwache zu brauchen, weilman befürchtete, sie möchte mit ihrem Lieutenant im Ein-verständnisse sein. Das gemeine Volk und die Hand-werker ließen sich wenig sehen; die Patrizier bewachtenfast allein die Thore. Auf die Aufforderung der beidenBefehlshaber der bewaffneten Macht erhob sich die Bür-gerschaft, und die Anhänger der Regierung fandensich in großer Anzahl bei der Hauptwache ein. Die Ge-fangenschaft, die Thore, das Zeughaus wurden bewacht.Auch die Mitglieder der Regierung thaten ohne Ansehendes Ranges Dienst, so daß man Brigadiers als Schild-wachen und Obersten von gemeinen Stadtwächtern abge-löst sah. Ausgediente Amtleute erblickte man mit ihrenSöhnen und Enkeln, achtzigjährige Greise mit Knabenvon fünfzehn Zähren auf der Streifwache. Abendsum neun Uhr und an den zwei folgenden Tagen trafMannschaft ab der Landschaft ein; am 9. ließ mannoch dreihundert Mann kommen. Zm ersten Augenblickehatte man nicht gewagt, zu den umliegenden Gegendenseine Zuflucht zu nehmen, weil man befürchtete, sie
178) Steiger an den großen Halter, 10 —12 August.
179) Dieser versicherte den Verschworenen, sie könnte leicht gewonnenwerden. Werniers Verhör in den Papieren Henzi's aus Dorpat .Fueter hatte in der That bisweilen aufrührerische Reden vor sei-nen Soldaten geführt. Sein Verhör; ibid.
180) Henzi aus Dorpat. — 18t) Meyer, 360.
182 ) Steiger an Haller, a. a- y.