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doch hatte sich das Waadtland mehr denn einmal geneigtgezeigt, das bernische Zvch abzuschütteln und sich zu einerfreien Republik zu erheben; und die auf Berns Machteifersüchtigen katholischen Kantone hatten diese Emancipa-tion mit Wohlgefallen angesehen.^')
zu versichern; es hätte nur an ihnen gestanden, ein Gefolge von10,000 Mann dahin zu bringen. IbicI. Steiger schreibt demgroßen Halter in dem mehrmals angeführten Briefe: „Die Waadt und besonders der Adel ist in Wuth wegen dieses frevelhaftenAnschlages. Sie wollten alle kommen und sagten: „Wie! dieseelenden Ladenburschen wollten also, daß wir sie als Herren an-erkennen sollten, wir, die wir bisweilen ungern genug das Regi-ment jener Wohlweisen, in der Geschichte so glänzenden Familienvon Bern getragen haben! Sie haben also geglaubt, wir denkenniedrig genug, um ihnen zu gehorchen ! " Das bei diesem Anlaßvon der Stadt eingesandte Schreiben scheint uns zu verdienen,mitgetheilt zu werden. Siehe Anhang bl.
301) Begierig zu wissen, welchen Eindruck diese Ereignisse auf Solo-thurn gemacht haben möchten, befragt H. de Paulmy mehrerevon den Häuptern und den vornehmsten Mitgliedern des Raths.Die Ansichten waren getheilt. Einige hätten den Erfolg unddie Ansteckung der Empörung befürchtet. Andere hielten dafür,es könnte für die katholische Partei nichts Vortheilhafteres ge-schehen, als die Schwächung Berns, wenn seine Macht un-ter eine größere Zahl vertheilt und seine Reichthümer erschöpftwürden. „Das Waadtland hätte diesen Anlaß unfehlbar ergriffen,um sich der bernischen Herrschaft zu entziehen und sich zu einerfreien und mit den Schweizern nur verbündeten Republik zu er-heben, was die Katholiken sehnlich wünschten und was schonmehrere Male auf dem Punkte war zu geschehen. Diese letztereAnsicht ist die des Herrn Buch, Schultheißen dieses Kantons."Schreiben an den Min., 7. Juli. — Der Minister antwortetedeu 18. Juli: „Wir sind der nämlichen Ansicht wie Sie, in Be-treff der geringen Erfolge, die diese Verschwörung wahrschein-lich haben wird. Sie können indeß nicht zu aufmerksam sein,sie zu beobachten. Wenn dieses Ereigniß einigen Bestand be-kommen sollte, so muß die Hauptaufgabe des königlichen Bot-schafters die sein, sich das Ansehen zu geben, als interessire ersich sehr, unterdessen aber ruhiger Zuschauer zu bleiben. Es ist