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Faido auf der Stätte der Landsgemeinde versammelt.Etwa dreitausend Männer fanden sich ein. Sie wurdenvon den eidgenössischen Truppen, zu welchen auch Bewaff-nete aus Bellen;, Riviera und Bollenz gestoßen waren,umringt, um dem Gerichte beizuwohnen. Die unterwor-fenen Empörer mußten Uri ohne Vorbehalt und für ewigeZeiten Treue und Gehorsam schwören?") Knieend und mitentblößtem Haupte mußten sie der Hinrichtung ihrer dreiAnführer, des Pannerherrn Forni, des LandeshauptmannsOrso und des Fürsprechen und Landraths Sartori zu-sehen?") Die drei Köpfe wurden auf den Galgen ge-steckt. Die Stille der düstern Versammlung ward nurdurch den einförmigen Donner eines Wasserfalles unter-brochen?") Ein vierter, Zofeph Corecho, ward auf dieGaleere verbannt?") Der Landschreiber von Uri nanntedie Versammlung in seiner Anrede: „Arme und elendeLivener Landsleute." Er sagte ihnen, daß Uri mit dervorhandenen und bereitstehenden eidgenössischen Hülfe nichtnur im Stande sei, dieses „elende Thal" zum Gehorsamzu bringen, sondern es auch gegen jede Macht zu beschützen;wenn man es für diesmal noch verschone, so würde manbei abermaligem Aufstande die Zerstörung vollziehen unddie Einwohner vertilgen?")
Am folgenden Tage, den 3. Zuni, trat das 2475 Mannstarke Heer den Rückzug an. Am 5. zogen sie mit flie-genden Fahnen und klingendem Spiel in Altorf ein. Zeder
354) Der Eid findet sich in Monathliche Nachrichten, 1755, Juni, 82.
355) Kurtze rc. Geschwind entsponnen^ rc. Uri an Bern , 7. Juni.358) Helvetia, VIII, 482. krsiiscioi, Istoria 6eIIa suirrers <>i
LsctwkLs, versivlik itaiisus, H, 176.
358) Die Anrede findet sich wörtlich in Monathliche Nachrichten, 1755,Juni, 81, 82.