Band 
Dritter Theil.
Seite
151
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der Alpenföhne war die Schminke auf ihren Gesichternein Gegenstand großen Aergers. Auch Gedichte erschie-nen zum Ruhme der Eidsgenossen. Andere, in denensie lächerlich gemacht waren, durften nicht veröffentlichtwerden ^). Ueber den Vergnügungen vergaßen sie kei-neswegs der Geschäfte. Es wurde Colbert eine Denk-schrift betreffend die Forderungen der Kantone eingege-ben; er verschob aber die Zahlung bis zur Heimkehr derGesandten "). Auch Unterhandlungen wurden eröffnet,um die Schweizerkaufleute in den Genuß der Handelspri-vilegien einzusetzen, welche die Verträge zusicherten. Un-ter verschiedenen Verwänden wußte man deren Ausferti-gung zu verschieben. Da kurzvorher auf Befehl des Kö-nigs die evangelifchenKirchen im Lande Gex geschloffen wordenwaren, so beschwerten sich die Abgeordneten der reformir-ten Kantone mit Wärme über diese Verletzung der Ver-träge^'). Alles indessen, was sie erhalten konnten, war dieErlaubniß für ihre Glaubensgenossen, in zwei Scheunenzu Ferner und Sergy die Predigt hören zu dürfen ^).

42) Als ein Zeitungsschreiber gewogt hotte, zu sogen, sie wären ge-kommen, um dem Könige den Eid der Treue zu schwören, beuch-ten sie es dohin, doß er widerrufen mußte. Ebenso mußte einKalender, der sie auf ungeziemende Weise darstellte, unterdrücktwerden.

43) Die einen erhielten die Hälfte, andere ein Viertheil des Ver-sprochenen ; die meisten nichts.

44) Zwei und zwanzig Kirchen, 1661. — 1604 stellte der König dieErklärung aus, alle, 1564 zur Zeit der Rückgabe von Ger anSavoyen stipnlirten, Vorbehalte auch seinerseits zu beobachten.Dieselbe wurde durch Ludwig XIV. in einem Anhangsschreibenvon 1658 bestätigt. Heinrich IV. sollte in 6 Jahren 60,000 Thalerin Salz von Psquay für die Kriegskosten von 1589 einzahlen.Bern hatte nichts bekommen. Berner Archive.

45) Später erlangten sie die Erlaubniß zum Bau zweier Kirche»;aber der Gottesdienst wurde nichts desto weniger gehindert; die