Band 
Dritter Theil.
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konnte, dem größer» Theile derselben die Weiterreise an-zuempfehlen. Die schweizerischen Städte theilten sich nunin die Sorge slir sie. Von hundert Personen behieltBern fünfzig, dreißig kamen nach Zürich, zwölf nach Ba-sel, acht nach Schaffhausen Auch Neuchatel , Vielund Sankt Gallen nahmen ihrer nicht Wenige auf. Un-terdessen dauerte in Frankreich die Verfolgung fort; täg-lich überschritten neue Opfer derselben den Zura. Jetztwendeten sich die Städte an die deutschen Fürsten ihrerReligion mit der Bitte, auch ihrerseits den Unglücklicheneine Freistätte zu eröffnen. Lutheraner und Reformirtebeeilten sich zu antworten. Viele der Geflüchteten fandenZuflucht in der Margrafschaft Baireuth. Hessen nahmTausende auf. Zn der Pfalz gründeten dieselben Fabri-ken, welche sie aber bald beim Andränge französischerHeere wieder verlassen mußten. Am meisten that fürsie der Kurfürst von Brandenburg . Er ließ Kir-chen bauen und räumte ihnen unter andern das Rechtein, ihre eigenen Gerichte zu haben, auch vor denselbenihrer Sprache sich bedienen zu dürfen "). Sie lohntenihm diese Wohlthaten, indem sie in jener noch ziemlichrohen Landschaft durch Kunst und Gewerbe Wohlstandverbreiteten. Nicht länger ließ man nun Strümpfe, Klei-derstoffe, Tressen und Hüte aus Frankreich kommen.Auch das Geheimniß Weißblech und Stahl zu verferti-gen hatten Geflüchtete mitgebracht. Die schweizerischenStädte hatten einen gemeinsamen Fond von einigentausend Thalern zusammengelegt, woraus die durchziehen-den Franzosen in Schaffhausen noch Reisegeld erhielten.

40) Bern an Zürich, Basel und Schaffhausen , S. Dec. 1685. —Abscheid von Aarau .

41) Xncillon (von Metz) Nistoirs äs I'etadlissemeut äes rekorwesäsns I'LIevwrst» 7110.