Band 
Dritter Theil.
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men die schweizerischen Städte betrübt, daß ihnen nichtein niedreres zu thun vergönnt war, mit lebhafter Ver-wendung ein. Einige Tausende derselben erhielten Er-laubniß, den Weg nach der Schweiz einzuschlagen, unterder Bedingung, dort nicht bleibend sich niederzulassen. DenRest der Gefangenen, vorzüglich die Prediger, wollteder Herzog erst dann jenen erster« folgen lassen, wenndieselben in hinreichender Entfernung von seinen Staatenihre neuen Wohnsitze gefunden hätten ").

Zn Folge dessen trafen in den ersten Tagen des Zahrs1687 in Genf zweitausend neunhundertsechsunddreißig flüch-tige Waldenser ein ^). Sie hatten durch die in denBergschlünden aufgehäuften Schneemassen mühsam sichden Weg bahnen müssen. Man wetteiferte die Elendestenzuerst unter Dach zu nehmen ^). Kleider wurden unterdieselben ausgetheilt, Beistand jeder Art ihnen geleistet.Als sie Weiterreisen sollten nach dem unbekannten Nor-den, fern von der geliebten Heimath, da brach ihr Herz.Dreihundert fünfzig derselben beschlossen, eher wieder zu-rückzukehren. Sie versuchten bei Ouchi über den See

48) Es war zwischen der Regierung von Bern und dem savoyischenBotschafter, Grafen von Govon, verabredet worden, daß dieWaldenser anf Kosten des Herzogs gekleidet, mit Nahrung ver-sehen und bis an die Gränzen begleitet werden sollte», nm nachder Schweiz sich zu begeben. — »Nartirono slls voltä llsll'»spitals Suirrers svvianäosi; prseellsvaoo Is llonns <Iilanciülli pol i esrri, üasliuents i xuerrieri. I veoclli slrills-vano Ismentanllosi clio s si »llannosi giorui avesss il viel»I» canulü loro sta ssrbsla." Lotts.

46) 4000. Grenu. 3. Dec. 1686.

47) » 8'entrsballsnt ä gui les emmsuersit." ^rnauä , 5. Ions»,kislorx ok tbs >VaI6enses, II. 437. — Hie 8tals ok 8svo^ ,Lonllon, 1691. Die edle und uneigennützige Handlungsweiseder Schweizer in diesen Tagen der Noth kann nicht genug ge-priesen werden. Burnet.