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Verzeihung unter der Bedingung sich seinen Truppen an-zureihen. Freudig stellten sie sich unter die Befehle desMarquis von Parelle, der so eben noch gegen sie kom-mandirt hatte und zeichneten sich sogleich durch muster-hafte Treue und Tapferkeit aus. „Herbei — schriebArnaud nach allen Seiten hin ar> seine flüchtigenBruder — herbei das Zion der Alpen neu aufzubau'n.Wahrlich der Herr ist mit uns. Der arme Arnaud lebtgeliebt, geehrt unter den Führern, die gestern noch nurdarauf dachten, ihn zu vernichten." Auf solche Einla-dungen zogen tausend neue Gefährten durch die Schweiz und setzten über den See von Como unter dem Schutzeder Bothschafter von Savoien und Spanien mit ihmsich zu vereinen. Die Waldenser errangen als Beloh-nung ihres unüberwindlichen Muthes ein unwiderruflichesEdikt, dessen Gewährleistung die evangelischen Kantoneübernahmen. Unter der Religionsfreiheit, welche dasselbeihnen zusicherte, blühten ihre Thäler wieder auf.
Während auf diese Weise die Waldenser ihr Vater-land wieder eroberten, gewannen die französischen Flücht-linge ein neues, da wo man gastfreundlich sie aufgenom-men hatte. Sie verpflanzten dahin die Saat des Wohl-standes, die Colbert mit so sorgfältiger Hand gepflegthatte. Auch die schweizerische Industrie lebte wieder aufunter ihrer Thätigkeit. Ihnen verdankte man Verbesse-rungen in Baumwollen-und Seidenweberei. Mousselin-fabriken wurden errichtet. Rey, Bourguet führten dieStrumpfweberei ein. Dennoch waren es nicht geradedie reichsten und unternehmendsten, die in der Schweiz