Band 
Dritter Theil.
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Städten. Umsonst verwendeten sich für denselben dieEidsgenossen, der Kaiser, der Erbstatthalter von Hol-land . Er ward im Bilde gehangen Mg niemandmehr zu strafen übrig war, wurde Amnestie publizirt ^).Die Räthe wandelten auf der betretenen Bahn fort undzogen auch diejenigen Rechte der Bürgerschaft an sich,welche das Friedensedikt denselben gelassen hatte. DasLandvolk war dem Aufstande völlig fremd geblieben, daes auch im Falle eines Gelingens desselben für sich dochkeine Früchte daraus hätte ziehen können^).

Nach Beendigung dieses Kampfes zwischen der Ge-walt und einer Freiheit, für welche die Zeit noch nichtreif war, ergaben sich die Basier wieder ihren Handels-spekulationen, bei denen von Jahr zu Jahr ihr Reich-thum anwuchs. Das baare Geld hatte sich in ihrer Stadtin solchem Maaße angehäuft, daß man die Kapitalien nurmit Mühe zu drei und einem halben Prozent unterbrin-gen konnte, obwohl die Regierung es für nöthig hielt,

826) Petri rächte sich durch eine schneidende Spottschrift: Basel , Babel.Der Kaiser, dessen Aufmerksamkeit er auf die Verproviantirungenaller Art hingelenkt hatte, die durch Vermittelung von BaölerKaufleuten nach Frankreich gingen, nahm ihn in seine Dienste,und gab ihm unbedingte Vollmacht den Kontrebandehandel undbesonders die Ausfuhr von Kriegsbedürfnissen zu verhindern.11. Febr. 1692.

227) 17. März 1692. Man hielt sich indessen nicht einmal daran.Die Regierung behielt sich das „obrigkeitliche Ressentiment"gegen Dübarry, Petri u. a. vor. Der Gamalielstag, an welchemder Aufstand statt gefunden hatte, ward aus dem Kalender ge-strichen. Der Rath »ahm alle frühere Gewalt wieder an sich.

228) Die Bürgerschaft stand zu dem Volke in demselben Verhältnissewie zu Rom der klebs den Aerariern und Libertinern oder allendenjenigen, die mindern Rechtes waren, gegenüber. „Nebender Aristokratie des Adels hatte sich eine der Freigebornen, alsSchutzwehre gegen die Demokratie gebildet." Niebuhr.