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burger nach Rom: „Gott hat uns endlich Frieden geschenkt.Gönnen sie uns zur Vermehrung der Ehre Gottes undErhaltung des Friedens einen Hirten, der neben unsernvaterländischen Sitten, auch unsre Sprache kennt, sodaß er seine Schäflein nicht nur hören, sondern auchverstehen kann; einen Seelsorger, der die durch dasBlut unsrer Vorfahren von dem heil. Stuhl erfochteneExemtion unsers Kapitels zu handhaben wisse; einen,der unsre Unterthanen sowohl in gerichtlichen, als inDispensations-Fällen mit unerhörten Sporteln nicht unter-drücken wolle." 2n Rom wurde nun Peter von Mon-tagny aus einer alten freiburgischen Familie gewählt.Der neue Bischof kannte die Last der Mitra . Er nahmsie mit weinenden Augen auf sich^).
Wie in den reformirten Kantonen stand auch in Frei-burg, Solothurn und Luzern ein Patriziat an der Spitzedes Staates. Durch ein Gesetz vom 2ahr 1684 wurdein Freiburg die Zahl der „heimlichen" oder regierendenGeschlechter für geschlossen erklärt ^). Drei 2ahre früherhatte auch Solothurn nach Berns Beispiel dasselbe rück-sichtlich seines Bürgerrechts gethan und erkannt, daß bisdie Zahl der regierenden Familien auf fünf und zwanziggesunken sei, keine neuen Bürger aufgenommen werdensollen. Wie in Bern fand auch hier ein Unterschiedzwischen alten und Neubürgern statt. Verbannung undVermögensverlurst drohten jedem, der gegen diese Be-stimmungen sich erheben würdet). Die Stadt war
284) I.sussll 0 L odristi'sn» (1707).
L85) Luzern schloß seine dießfälligen Register erst 1713. Protokolle. —Balthasar.
L86) Aus einer in Solothurn vorgenommenen Zahlung ergab sich,daß die Zahl der bürgerlichen Geschlechter fünf und achtzig be-trug. Vier und dreißig derselben befanden sich in ausschließ-