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Allein, wenn im obern Tockenburg Liese VorgängeBeifall fanden, fo verhielt es sich anders im untern.„Lieber den Tod," schrieen dort die Katholiken in großerZahl"), als dieses Psalmenstngen zugegeben." Sie drangen,die Priester an ihrer Spitze, selbst in die Kirchen derReformirten, deren Gesang") durch ihren Lärm über-täubt wurde. Zn Helfenschwyl trieben die Reformirtendieselben mit allem, was ihnen bei der Hand lag, eisernenoder hölzernen Eeräthschaften, zurück. Zn Flawyl wurdenden Ketzern alle Fenster eingeschlagen. Die Evangelischenihrerseits nahmen die Priorei zu Peterszell ein"). DerUebertritt von dreißig Katholiken zu der Religion Zwing-lis steigerte die Verwirrung aufs Höchste. Die Parteienfingen an ihre Stützpunkte, die eine bei Zürich , die an-dere in Luzern und beim Abte zu suchen. Schon begannman im großen Rathe von Zürich in Ueberlegung zu neh-men, ob es nicht zweckmäßig sein möchte, Truppen nachdem Tockenburg zu schicken"); die katholischen Kan-tone machten den zwei Städten lebhafte Vorwürfe, daßsie unter dem Scheine, den Unterdrückten Beistand zu lei-sten, die Unterthanen gegen ihren Gebieter aufwiegeln.Allein als sie bei der Tagsatzung das Geschäft in Bera-thung nehmen wollten, thaten die Abgeordneten der zwei
56) In Kirchberg, Mosnang, Bitschwyl, Jonschwyl, Henau visrmmI.eo<iexsrii.
57) „Heretisches Geplärre."
58) Am Ostermontag.
59) Am Ende des Decembers 1707. „Es ist zu spät — äußerte sichdamals der Abt gegen einige Tockenburger, die zu Beförderungbessern Einverständnisses sich bei ihm eingefunden hatten — wirwürden nicht wagen, euch zum Widerstände aufzufordern, um un-sern Feinden nicht den Vorwand zum Angriffe, den sie suchen, zugeben." Die Zürcher hatten damals bei Turbenthal schon ihreGränze besetzt.