Band 
Dritter Theil.
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Ludwig begnügte sich, sie in unbestimmten Ausdrückenseines Schutzes zu versichern. Unbefriedigt durch dieses,erneuerten die drei Urkantone im Grütli den ursprüngli-chen Bund wieder ^) und begannen immer mehr anden Kaiser zu denken.

Durch den Aarauerfrieden war für Zürich und Bern noch nicht alle Ursache zur Beunruhigung von Seite desdeutschen Reiches verschwunden. Der Zweispalt, welcherden Krieg entzündet hatte, war noch keineswegs beseitigt.Der Kanzler des Abtes von St. Gallen hatte sich inLuzern nur blicken lassen und war dann mit der Ver-sicherung, der Kaiser sei fest entschlossen, die Tockenbur-gerangelegenheit zur seinigen zu machen, in Luzern auf-getreten^). Man übersah, daß es natürliche Politik desWienerhofs war, mit denjenigen Kantonen, die als Vor-mauern für das Reich gerade an dessen empfindlichster

den. der mächtig genug wäre, zu schaden." Dü Lüc. 10. August1712. Der König antwortete: „Ohne dieselben in die Zahlmeiner Unterthanen aufzunehmen, werde ich fortfahren, sie zubeschützen, so viel ich es im Stande bin. Suchen sie dieselbenvon den Gedanken an Oestreich abzubringen. Völker, die an re-publikanische Verfassung und Regierung gewohnt sind, werdenkaum einen fremden Gebieter finden können.

363) Den 24. Juni 1713. Sie erneuerten auch den goldenen Bundund veranstalteten in Zug eine Ausgabe desselben. — Da sicheine französische Armee der Schweiz näherte, so schloß sich vonsämmtlichen katholischen Ständen nur Solothurn den von denProtestanten getroffenen Vertheidigungsmaßregeln an. Zurlauben.512. — Abscheide. — Clemens XI. drängte alle katholischenFürsten , thatsächlich einzuschreiten: „es sei geschehen um die Re-ligion und das Seelenheil von Tausenden, wenn sie dieß nichtthun." Clemens an Ludwig XIV . 28. Dez. 1713.

364) Zürich und Bern luden den Abt zu einer Conferenz ein, die inBaden den 11. September eröffnet, aber schnell wieder abgebro-chen ward. Die Städte verlangten Zugeständnisse; der Abt, daßmau sich dem Willen des Kaisers unterwerfe, viarium I.so-ävgurii. — Relation der Gesandten.