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Heiken sich zum mindesten ebenso viel zu thun machten,als für diejenigen des Staats. 2m Kriegswesen, derKirche, der Schule, allen Zweigen der Verwaltung herrschteUnordnung. Das Recht war feil; die Stimmen gehörtenden Meistbietenden '^). Zn den Zünften gährte es. Schonauf Veranlaßung der Baslerunruhen hin im Zahr 1691hatten sich Spuren von Mißvergnügen gezeigt. Der dor-tige Triumph der Aristokratie nöthigte die Unzufriedenenden Gram in ihren Herzen zu verschließen.
Allein als im Zahr 1712 die Berner-Militzen siegge-krönt, die Züricher ohne Ruhm aus dem Felde zurück-kehrten, da erhoben sich von allen Seiten her Klagenüber die Regierung. Dodmer vereinigte die Offiziere, dieseine Waffengefahrten gewesen waren, bei einem gemein-samen Mittagsmahl. Heftig und uneigennützig erhob er-sieh gegen die Bestechlichkeit im Schoße der Rathe; selbstmit Schulden belastet klagte er die Reichen an; als My-stiker zog er gegen die dürre Orthodoxie und die leichtenSitten des Klerus zu Felde ^'). Er war eitel, unbeson-nen, und glaubte ein großer Kriegsmann zu sein, weildie Soldaten ihn liebten. Seine Lobredner hatten dieUeberzeugung bei ihm geweckt, daß er berufen sei, denStaat zu reformiren, so daß sein Haus der Sammelplatzaller Mißvergnügten ward. Man nahm die ältern Frei-heitsbriefe, dann die Brunische Verfassung und ihre spä-tern Modifikationen zur Hand; ein Volk germanischerAbstammung darf nur vorwärts schreiten, indem es stetsauch die Vergangenheit berücksichtigt. Alle berathenenUrkunden aber sprachen nach den Ansichten der Leser da-
473) Eine Streitigkeit zwischen zwei Handwerkern hatte die Innungenin Bewegung gebracht.
474) „Ein politischer und religiöser Schwärmer." Pietist und radikal.Seine Feinde hießen ihn „einen Eromwell."