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1 (1716) Helvetiae stoicheiographia, orographia et oreographia, oder, Beschreibung der Elementen, Grenzen und Bergen des Schweitzerlands / [Johann Jacob Scheuchzer]
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Erde rein/ und in ihrem naturlichen Stand zufinden/ ſo iſt es in unſe-

8 ren gebirgichten Landen/ von welchen ſie immerfort wegge puͤlet/ undin andere niedrige Lander abgefuͤhret wird. 1L. U f

Die beſondere Fruchtbarkeit unſerer Schweitzeriſchen Provinzen.erhellet ſich aus folgendem. Gleich wie die Schweitz ein kurzer Begkiffiſt von ganz Europa/ alſo kan man wol ſagen/ der Canton Zuͤrich ſeye ein Tornpendium oder kurzer Begriff des Schweitzerlands, Dafinden ſich Berge Thaler flache Kander Aecker/ Weinberge/ See/lüͤſſe/ ſuſſe und wineraliſche Waſſer/ aa faſt alles/ was zu des Menſcheneben kommlich und nohtwendig iſt. Faſt uberall haben wir einen gutenObswachs von Birn/ Apfeln / Kirſchen und andern Früchten. An demJürich⸗ See/ gegen Schaffhauſen (und dem Tburgow. trefflicheWeingewaͤchs. Gegen Schweitz / Zug Toggenburg koſtliche Vieh-weyden welche uns Milch Butter und Kaſe geben. Faſt überall ſchöͤneKornaͤcker/ wiewol die/ ſo erhoͤchter und gegen den Bergen liegen/ ſpaͤt-1 ter zur Zeitigung kommen/ als die ſo niedriger liegen/ gleich auch zwi-ö ſchen denen Weinen/ ſo in mittaͤgigen/ ſonnechten/ wärmeren Gegen-

2 1 5 0 475 den wachſen/ und denen/ ſo dem Bis wind entgegen liegen/ ein zünli-3 cher Unterſchjed iſt. Den mangel der Fette erſetet man mit gutem Miſtn und anderer Dunge. Die Aeker liegen gemeinlich im dritten oder vier- ten Jahr Brach oder rühig/ damit ſie ſich wiederum erholen. Damit41 die duft aller Ohrten den Zugang habe/ inſonderheit in dichteren/ let-13 tichten Aeckeren/ pfleget man ſie/ wie anderſtwo durch den Pflug um-i zuwerffen/ und in kleine Theil zu zerſchneiden/ zu dieſem End auch hier5 und da eins Jahr um das andere kreutzweiſe zu Ackeren/ welches um2 ſo beſſere Wirkung hat/ wann nach der Pflugung die Sonne auf die8 Erde ſcheinet/ und wie unſere einfaltige KBilolophi ich verſtehe die. Baursleuthe/ ureden pflegen/ die Erde bauet. Dann/ ſo ein Re-5 gen darauf kommet/ die Erde wiederum zuſammen fallet/ dichter wird/

und gleichſam mit einer Haut überzogen/ welche ſo wol dem Regengls der Luft den Eingang in die innern Erdloͤchlein ſperꝛet.

. LI. 75 Dieſer unſer vorderſte Saoton Zuͤrich graͤnzet 57 1. An die Graffſchaft ettenbör daß Hegoͤw/ Hegovia , ge-5 Bnant/ welche ein theil der Vorderen Oeſterzeichiſchen Landen. ſo auch1 an das Sultziſche Klettgoͤw/ welches in handen des Furſtlichen 575 Hquſes Schwarzenberg. Mit dem Nellenburgiſchen iſt ume 8

re J ii.