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Caſtanienbaͤume/ und koſtliche Viehe⸗Weyden auf ihren Bergen.N DN VIII,Er granzet. An Furich.II. An Qucern.III. An Schweitz-LXIX.Der VIII. Canton Glarus iſt der Religion halb vermiſcht/ undin den Eydgnoͤſſiſchen Bund getretten Al r 25 beſtehet aus Bergenund Thaleren: hat deßwegen eine reiche Viehezucht/ und iſt inſonder-heit berühmt wegen des grünen ſo genanten Glarnereoder Schab-zigers/ und ſteiner ner ſchwarzer Blatten oder Schiefferen/ wel-che beyde Sachen weit und breit in ganz Europam/ ja noch weiter ver-90 werden. Es iſt wol merkwürdig/ das zu hinderſt im Groſſenhal um das Dorff Linthal wegen nahe anſtoſſenden Schneege-
birgen der Schnee zu Frühlingszeit zwahr ſpätter abgehet/ als um den
auptflecken Glarus/ fend aber dorten das Gras eben ſo ge-
ſchwind aufwachst/ als hier/ weilen der Schnee den Winter durch
die Pflanzen bedeket/ und verwahret/ hier aber ein. oft leichter dünnerSchnee die Gewaͤchſe nicht nur nicht genugſam zudecketſondern überdiß der rauhe Nordwind gegen deme das vordere Tbal offen ſtehet/ hreLoͤchlein und hole Zäſern ein⸗oder zuſamenzeuhet/ welcher Wind zu demhinterſten/ und dem auſſeren anſt ehen nach winterigeren Thal/ nicht einenſo freyen Zugang hat. Ja man ſiehet hier/ wie auch auf denen hoͤch-ſten Apen oft weiſſes und grünes/ Schnee und Gras neben einander.Es iſt zwahren diß Land/ ich verſtehe das flache Thalgeländ/ zum:Ackerbau nicht unbequem; doch pflegt man auſſert etwas Gerſten /Erbſen/ und andern Hülſenfrüchten nicht viel Feldfruͤchte zuſamlenhaben kan; das meiſte Volk leget ſich deßwegen auf die Viehezucht.Es iſt ins beſonder auch diß merkwürdig/ das es in den Thalern die-8 Lands ſelten 805 ſo das der gelehrte Hr. Joh. eint ſchEſchudi in ſeiner Beſchreibung des Lands Glarus p. 4.bezeuget/ das er an ſeinem Geburts⸗ und Wohnohrth ſichines einigen Hagelwetters zuerinneren wiſſe( ſo am
Baͤumen oder Fruͤchten etwas Schaden gebracht ·8 LXX. CS