pgewächſe vorbildeten/ worvon zuſehen Herbar. Diluv. p. 29. Tab. VIII.Des Regens und Schnees fiele noch einmahl ſo viel/ als vor einem
Jahr in dieſem Monat: es waren aber gleichwol die Grad des zu⸗und
abnehmens der Limmat gleich; den 8, um 5. Uhr Morgens ſpurte man
zu Schwanden im Land Glarus einen Erdbidem; auſſert Schwan-den aber nirgens; den 18. ſahe man von der Veſtung Hohentwiel
im Herzogthum Würtenberg von 11. bis 12. Abends eine Luftge-
ſchicht/ welche von dem Mond ſich durch ſchwarze Luft mit einem hellen
Glanz hinunter gezogen bis in das Dorff Hilzingen ; den 16. ſahe
man zu Schwanden 3. Sonnen mit ihren EHalonibus oder Rin-
gen. Es iſt merkwuͤrdig/ und die Urſach von der Situation herzuleiten/das zu Weſen an dem Walk enſtatter See/ und zu Vettis
im Sarganſerland der Winter ſo gar leidenlich geweſen/ das nichts
von Gewachſen zu grund gegangen/ da hergegen kaum eine halbe Stund
von dieſen benden Ohrten die Kalte faſt unertragenlich geweſen/ ſo daßdie von den Vettiſſeren waͤhrender groſſer Kalte abgeſchnittene Valen-zer ſich eingebildet/ es werde in Vettis alles erſtorben ſein; alſo hat die
Kalte uberall wenig Schaden gethan im Zuger gebieth/ Wall is/
und andern Ohrten des Schweitzerlands/ welche gegen Norden hohe
Berge zu ihren Vormauren haben. Hergegen ſind auch die von Tan-
nen⸗Eiben⸗ und andern harzichten Bäumen beſezte/ aber gegen dem
Nordwind offen ſtehende Walder von der Kalte rothlecht und gleich-
ſam geſenget worden/ welches rothe Kleid ſie den ganzen Sommer
durch behalten; den 2x. iſt unſer Zuͤrich⸗See uberall bis an die Palli-ſaden der Statt zugefroren; und vor dem 18. nicht nur die Elbe/ Do-nau/ Rhein/ Maaß/ Schelde/ ſondern auch die daone und Loire inFrankreich / die Tems in e der Loo in Itglien ſtark uͤberfro-ren; alſo auch der Sund in Daͤnnemark; und zimlich groſſe Stuͤk vonunſerem kleinen Schweitzer⸗Meer/ dem Genfer⸗See / und von dem groſ-ſen Meer an denen Teutſchen und Niederlaͤndiſchen Kuͤſten: das Adria-tiſche Meer iſt zu Venedig auch eingefroren. Gegen dem end des Mo-nats war das Wetter zimlich milt/ der Schnee fienge an Tags undNachts ſchmilzen/ und ſchiene es/ der Winter habe ein end.
Es lieſſe ſich auch der Hornung nicht ohnfein bey uns an/ undſchmulze der Schnee um die mitte des Monats zimlich ſtark; gleichwoliſt die Limmath mehr nicht als um 2. Zohl angewachſen/ und um 4.abgeſchwinnen im anfang aber und gegen dem end hatten wir zim-liche Kälte. Das Wetter war bey uns den 10. 11. und ra. zimlichgelind/ und hell. Zu Leipzig aber fielen ſtarke Regen/ welche hin und5 3 5 wieder