und Staubens ſich ſehen laßt. Dieſem ligt nechſt Soll wis/ aufwelchem groß Hoͤlen und Kruften/ in welchem ſich die Gems als in ei-
nem Stahl aufhalten nebent anderen Hochwild Gefluͤgel von Urha-
nen/ Barniſſen/ Schneehuͤner/ Schneegaͤns und dergleichen. Er wirdnur von Schaaffen genutzet. Dieſem nahet ſich Surglen⸗ Stiffelund Roßlen/ ſo mit viel 100. Stu allerhand Vieh beſezt wird. Aufdieſem Berg iſt ein zimliches Seeli mit groſſen Forꝛellen fruchtbar;
In dieſem Berg werden allerhand Kraͤuter gefunden/ wie auch Joche
Geiren in ſolcher Groſſe/ daß ſie ganze Schaaf in die Luft und hohe desBergs zu einem Raub mit ſich fuͤhren. Durch dieſen Berg iſt Som̃ers-zeit auch ein Paß vom Oberland auf Appenzell bey 2. Stund naher alsdurch den Hirſchenſprung/ darbey aber was gefahrlich. An dieſen ſtoſſetder Alte Mann und Silberblatten/ weilen dieſe mit Schnee mei-uens bedekt/ gleich als wann ſie mit grauen Haaren bedekt weren/ undſind Grenzberg gegen Gams und Toggenburg; man muß auch von ei-nem zum anderen uͤber ein unergruͤndtliches Eræcipitium oder Kruft-ſpaltung ſpringen/ welches einem ein Schrecken verurſachet. An demFuß dieſer Bergen befindt ſich ein ſchon luſtiges Thal Embtis/ undtheilt ſich in das fordere und hindere/ dieſes wird von den Rheinthalerenund jenes von Appenzelleren beſeſt. Es findend ſich daſelbſt Wurzen /deren die einte gleich einer Nuß kormirt und ganz goldgelb an FarbErdnuſſen genant/ die andere Weiß wurs⸗ lehet aus wie einſchneeweiſſes Gebiß von Zähnen ordentlich abgetheilt als die Zahn/in dieſemm Thal ilt auch ein fſchreicher Bach von Forellen/ fließt in ei-nen zimlich groſſen See auf welchem ein Hol Vangefuͤllt mit Forellen;Froͤſchen werden zu Fruͤhlingszeit in der Menge gefangen. Sein Aus-lauff geſchicht durch einen groſſen Berg unter welchem Berg der Seeſol noch groͤſſer ſein/ treibt endtlich eine Mülle im Oberland; Vondem See ziehet ſich hinaufwerts ein Topel(Braliſanertobel ge-
nant /) in welchem underſchiedenliche Alpen, auch 2. oder 3. Luftloͤ-
cher/ aus welchen man kan das gute oder boſe Wetter erwegen. In die-ſen laßt ſich hoͤren zun Zeiten ein Geſpenſt welches uber die Maſſen lieb-lich/ artlich/ luſtig und curieus von allen erſinnlichen Tanzen gufſpielt
gleich als auf einer Brige/ allein macht es niemahlen ein Stüͤckli vol⸗.
lig aus ſonder fangt alſobald ein anders an. Es hat auch ſchon fuͤr-witzige Zuhsrer in Gefahr ihres Lebens gebracht. In dieſem Orth ſolauf ein Zeit ein Mann einen Carfunkel gefunden haben einer Fauſtgroß/ weilen er aber vermeint wegen ſchein des Nachts/ es ſeye wasnicht rechtes/ hat er ihn hinweg geworffen. Er ſeye auch oͤfters wieder
geſehen