8. Jura.
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steine, zum großen Teile sehr körnig, oft glimmerreich und dann dünn-plattig, von gelblichgrauer Farbe, stellen sich namentlich an der Basis derLiasformation ein, ohne jedoch aus den übrigen Niveaus des Lias vollständigausgeschlossen zu sein. Mit ihnen sind in einigen Gegenden Steinkohlen-ablagerungen verknüpft, so im Pechgraben bei Weyer in Österreich , amkaspischen Meer, in Persien und China . Bei Fünfkirchen in Ungarn treten25 abbauwürdige Flötze mit einer Gesamtmächtigkeit von 26 m auf (sieheFig. 335). Eine gewisse technische Wichtigkeit, wenn auch nur eine unter-
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Fig. 335. Profil durch die liasische Steinkohlenablage rn n g von Fünfkirchen.
^ach Fötterle.
h Diluviallehm.i Dammerde.
c' Sandsteind Sehieferthone Kohlenschiefer/ Kohlenflötzeg Eisensteinfiötze
a Muschelkalk.b triadische Kalkschiefer.c rhätischer Sandstein
(flotzleer).
geordnete Bedeutung als Glieder der Liasformation, besitzen Einlagerungenvon oolithischem Eisenerze und Sphärosiderit.*) Während letz-terer in Gestalt oft dicht aneinander gedrängter Nieren und Knollen imSchieferthone vorkommt, bilden erstere gewöhnlich regelmäßige und stetigeFlötze, welche teils zwischen dem Sandstein, teils zwischen den Schiefer-thonen der Formation auftreten. Derartige versteinerungsführende Flötzevon oolithischem Eisenstein werden z. B. am Kahleberg bei Echte, bei Helm-städt, bei Harzburg , am Luhdener Berg bei Binteln u. a. 0. abgebaut. ImTeutoburger Walde, und zwar im Kreise Bielefeld , Paderborn und Warburg ,kommen in 50 übereinander liegenden Horizonten Sphärosideritnieren,ferner zwei zusammen 2,20 m mächtige -Sphärosideritlager und endlichdrei Flötze von oolithischem Eisenerz vor, letztere 7,53 m mächtig. — Bechteigentümliche Gebilde sind die dünnen Schichten von Tutenmergel (Nagel-kalk), welche z. B. am Harzrand bei Goslar und in Württemberg sehr häufigim Lias Vorkommen.
Lageruugsverhältnisse. Die architektonischen Verhältnisse der Lias-