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Fig. 469. Leda Deskayesiana Duck.
Zu ihnen gesellen sich Cyprina rotundata Br. und Aporrhais speeiosa Schl,in großer Häufigkeit. Einige der Hauptaufschlußpunkte der hierher gehörigen
Schichten sind: das Oderthal beiStettin , Freienwalde , Biere, Buckow ,Latorf, Mallis, Hennsdorf, Neustadt Magdeburg , Görzig bei Köthen , Söl-lingen, Walle bei Gelle, Leipzig .
Auf die oben (S. 689) kurz be-schriebenen Glieder der Hall eschenBraunkohlenformation folgen als Vertreter des Mitteloligocäns:
1) also 6 in obigem Profile (Fig. 167, S. 688): der M agdeburge r Sand,eine 3 bis 13m mächtige Ablagerung von feinem, oft staubartigem Sande, mitviel Glimmerblättchen, imprägniert von Schwefelkiesteilchen, nach untenzu oft schwarzbraun (Braunkohlensand), dann in das Oberflötz übergehend.Oft reich an Knollen oder Schnüren von Aluminit und daher als Aluminit-sand bezeichnet. Er geht über in
2) also 7 in Fig. 467: Septarienthon, eine thonig-sandige Ablage-rung mit linsenförmigen Kalksteinkonkretionen (Septarien) mit Gypskrystal-len und Brauneisensteinknollen, in der Gegend von Halle seltener mit denbezeichnenden Versteinerungen des Mitteloligocäns.
3) also 8 in Fig. 467: der obere Sand (Formsand, Glimmersand),feinkörnige, glimmerreiche, zum Teil eisenschüssige, ungeschichtete Quarz-sande, bis I ö m mächtig und wahrscheinlich marinen Ursprunges.
Ganz ähnlich setzt sich nach H. Grd. I. c. das marine Oligocän vonLeipzig zusammen. Auf das Braunkohlenflötz (S. 689) folgt direkt
1) grauer, z. T. glaukonitischer Sand reich an Pectunc. Philippii,Apor. speeiosa, Cypr. rotundata;
2) plastischer Septarienthon mit Leda Deshayesiana, Nucula Cha-steli, Fusus multisulcatus.
3) glimmerreiche Quarzsande, welche nach oben in eine zweite,obere Braunkohlenformation übergehen.
Aus Obigem ergiebt es sich, daßdieBraunkohlenkomplexe Nord-deutschlands nicht einem, sondern mehreren geologischen Horizontenangehören. So nehmen die Flötzzüge zwischen Magdeburg , Bernburg undHalberstadt ein Niveau unter dem marinen Unteroligocän von Egeln ein,— diejenigen der Halle’schen Gegend und ein Teil der Braunkohlen imnordwestlichen Sachsen hingegen ein solches unter dem marinen Mittel-oligocän, — während endlich ein Teil der leipziger und märkischen, sowieder niederrheinischen Braunkohlenformation über den Septarienthonenlagert, und diejenige von Lübtheen in Mecklenburg nach E. Geinitz sogarmioeänen Alters ist.