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Verzeichniss der Fauna und Flora der Molasse im Württembergischen Oberschwaben / von Dr. J. Probst
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mann* nordöstlich von Pflummern angeführt. An der Landes-grenze tritt die Brackwasserbildung wieder auf bei Langenens-lingen und setzt durch Hohenzollern fort.

Als Hegel lässt sich auch hier im Allgemeinen festhalten,dass die tertiären Schichten, die von der Meeresmolasse nörd-lich, gegen die Alb zurück, liegen,, der obern, was jedochsüdlich, der Donau zu, liegt, der untern Süsswasserbildung an-gehört. Ausnahmen kommen auch hier vor. So liegen die Ter-tiärpunkte Bräunisheim , Stubersheim etc., welche der unternSüsswassermolasse angehören, weit zurück auf der Alb, währendam Hochberg bei Neuburg und an andern Punkten die jüngerenSchichten bis nahe zur Donau heranrücken. Da jedoch die Kalkemeist Schnecken einschliessen, so kann man sich im einzelnenFall an diesen Leitfossilien orientiren. Der treppenförmige Ab-fall der Schichten gegen die Donauspalte bringt manche Un-regelmässigkeiten mit sich. Herr REGELMArm hebt in seinenHöhenbestimmungen (1. c. S. 137) hervor, dass auf der Albseitedie untere Süsswassermolasse in einer Höhe von ca. 600 m, dieMeeresmolasse bei ca. 640 m und die obere Süsswassermolassehei 770 m auskeilt, wodurch eine Orientirung erleichtert wird.In Betreif der Juraschichten, die vielfach zu Tage gehen, ver-weisen wir auf die Karte.

Diese symmetrische Anordnung der Tertiärschichten zu bei-den Seiten der Donau scheint zunächst gar nichts Auffallendesdarzubieten. Passen wir das Donauthal als ein Erosionsthal auf,welches die Tertiärschichten durchsetzt, so ist es ganz der Regelentsprechend, nicht blos, dass am rechten und linken Ufer dieSchichten sich im Allgemeinen correspondiren, sondern auch, dassdie obersten Schichten (obere Süsswassermolasse) am weitestenTon der Sohle des Erosionsthals nach beiden Seiten zurück-weichen, während die mittleren (Meeresmolasse) und tiefsten(entere Süsswassermolasse) näher zusammenrücken.

Und doch verstösst diese Anordnung, wie Herr Professor

* Trigonometrische Höhenbestimmungen, aus den Württemb.Jahrbüchern 1877 S. 128 .