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Verzeichniss der Fauna und Flora der Molasse im Württembergischen Oberschwaben / von Dr. J. Probst
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Hieraus ergiobt sicli eine beträchtliche Uebcrlegenheit derSchweiz au Fossilresten im Allgemeinen, selbst nach dem Aus-schuss von Oeningen. Das war nicht anders zu erwarten, dadie Schweiz seit langer Zeit, besonders auch auf ihrem Molasse-gebiet gründlich untersucht wurde, währenddem obersehwabischenLandstrich erst seit wenigen Jahrzehnten eine specicllo Aufmerk-samkeit zugewandt wurde. Allein die Differenz ist bei den vor-gefttkrten grossen Gruppen sehr verschieden.

Bei den Wirbelthieren zeigt die fossile Fauna von Ober-schwaben einen beträchtlichen TJcberschuss; bei den wirbellosenThieren aber und bei den Pflanzen einen beträchtlichen Abmangelgegenüber der Schweiz .

Wir müssen behufs der Characterisirung der Eigcnthümlich-keit der obersehwabischen Molasso diese Ziffern genauer betrachten.Die Differenzen sind viel zu gross, als dass dieselben etwa nurauf Ungleichheiten der Aufzählung zurückgeführt werden könnten.Auch genügt die Erklärung nicht, dass die Molasse der Schweiz .

Quadratmeilen umfasst, die des württemb. Oberschwabens nur 80.

Das Uebergewiclit der "Wirbelthiere der oberschwäbischenflolasse liegt wesentlich in der Meeres molasse. Die beidenSüsswassermolassen schliessen nicht einmal ganz so viele Wirbel-thierreste ein, als in der Schweiz ; hiegegen weist die württemb..Meevesmolasse allein nicht weniger als 117 Arten (Landsäuge-W'iere, Reptilien, Meeressäugethiere und Fische) auf. Fügen wirnoch die Wirbelthiere der Brackwassormolasse hinzu, so haben")r weitere 19 Arten, von denen allerdings mehrere (6) mit.Alten der Meeresmolasse zusammenfallen, so dass die Zahl der"itbelthierarten dieser Stufe allein auf 130 anwächst.

Würden wir den Bahmen ehiigennassen erweitern und die^una von Steinheim auf der schwäbischen Alb in unser Bild®it lieroinzicheu, so würde sich noch ein beträchtlicher Zuwachs,dieser Classe von Fossilresten ergeben. Fkaas weist in seinerDnnna von Steinheim (cf. 'Württemb. Jahreshefte 1870, S. 145)11IC ' lt inniger als 27 Arten Säugethiere nach, wozu noch 20 Ar-

A-ögel, Reptilien und Fische kommen; während die Zahl der