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Beiträge zur Kenntniss der fossilen Fische aus der Molasse von Baltringen : klein- und grosszahnige Rochen / von Pfarrer Probst
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scharf hervortretend. Die beiden Seiten, hinten und vorn, sindunter sich ungleich. Die hintere Seite ist auch bei den verein-zelten Zähnen leicht daran zu erkennen, dass, wie schon obenbemerkt, die tiefausgeschnittene zweitheilige Wurzel nach hintenhervorragt. Durch Abkauung wird zuerst der First abgenutztund bildet sich in Folge davon eine Abnutzungsplatte auf derOberfläche des Zahns, welche anfänglich lineal, im weiteren Ver-lauf eine muldenförmige Gestalt annimmt und als solche leichterkannt wird. Zur Beschreibung eignen sich begreiflich solcheabgetragene Zähne nicht, da durch die Abnutzung nicht nur daswichtige Merkmal der Sculptur der Oberfläche (Faltung, Körne-lung etc.) zerstört wird, sondern schliesslich die ganze Anlagedes Zahns bis zur Unkenntlichkeit verwischt wird. Die ange-gegebene Zahn - Construction findet sich auch vor hei Thierenmännlichen Geschlechts, bei denen sich die meisten Zähne zumehr oder weniger ausgebildeten Spitzen umbilden. Die Ele-mente der Zahnform sind hier zwar mehr oder weniger modifi-cirt, aber es ist kein anderes Bildungsgesetz vorhanden. Auchhier ist die Abdachung nach hinten und vorn zu beobachten,nur sind diese Zahntheile steiler gestellt; sie erhalten aber nicht(bei fossilen Zähnen wenigstens ist mir kein Beispiel bekannt)eine kegelförmige Form, die sonst bei Fischen so häufig vor-kommt.

Auf der Oberfläche der Zähne befinden sich bei den meistenZähnen, hauptsächlich an der vordem, aber auch an der hinternSeite und am First Sculpturen, Faltungen, Bunzeln, Porositäten,Erhabenheiten oder grubenförmige Vertiefungen; nur im ange-kauten Zustande erscheint dieselbe ganz glatt.

Diese Sculpturen gehen erwünschte Anhaltspunkte, um dieZusammengehörigkeit der Zähne eines Gebisses zu erkennen; siebleiben constant, wenn auch die Formen der Zähne sich ändern.Wenn wir somit auf der Oberfläche eines stumpfen Körnei-Zahns eine bestimmte Sculptur wahrnehmen und die übereinstim-mende Sculptur auf spitzen Zähnen wieder beobachten, so kannnichts entgegenstehen, diese stumpfen und spitzen Zähne mit e111 'ander zu verbinden, zumal wenn sich Uebergangsformen vorfinden.