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Beitrag zur Topographie der Gletscher-Landschaft im württembergischen Oberschwaben / von Pfarrer Probst
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b. die andere Hälfte, der Reisiswaldstrang, nach Ost hin,rechts an Huinberg vorbei, das vorliegende Hinderniss um-geht, und nun jeder der drei Stränge in seiner neuge-wonnenen Richtung seine Bahn fortzusetzen sucht.

Die Wichtigkeit der Wolfegger Gegend für den gesammtenweitern Verlauf des Gletschers leuchtet wohl von seihst ein. EinVerständnis» der Gletscherausbreitung in Oberschwaben ist möglichnur, wenn dieser Punkt, dieser Knotenpunkt, von welchemdie Divergenz der Hauptstränge ausgeht, richtig gewürdigt wird. *Doch müssen wir zur Vermeidung von Missverständnissenzum voraus bemerken, dass man sich nicht vorstellen darf, alsob die Zwischenräume zwischen den drei Strängen von erratischemMaterial frei wären; vielmehr ist selbstverständlich die ganzeGegend mit alpinem Material überschüttet, uneben und hügelig,die drei Stränge characterisiren sich nur dadurch, dass in ihnendie Gletscherformation am kräftigsten und augenfälligsten landschaftlieh heranstritt.

Es stellt sich nun die weitere Frage, nach dem Verlaufder drei Moränen stränge, in welche sich der Hauptzug auf-gelöst hat; die Beobachtung ihrer weitern V er zw eig ungen undihres endlichen A bschlusses. Wir behandeln zuerst den erstennordwestlich ziehenden Strang.

a. Der Altdorferwaldstrang nimmt, wie oben dargelegt,die tiefste Lage ein. Trotz seiner ansehnlichen Mächtigkeit ver-mag er sich eben desshalb nicht so kräftig in die Höhe zu hebenund geltend zu machen, wie die beiden andern Stränge, besondersder Ro.osbergstrang, die auf eine höhere Basis zu liegen ge-kommen sind. In einiger Entfernung, z. B. vom hohen Kreuzbei Aulendorf , oder vom Scharben aus betrachtet, steigen Zweifelauf, ob dieser Strang als dem Rossbergstrang gleichwerthig zubetrachten sei; allein die nähere Untersuchung beseitigt die

* Dass hier ein wichtiger Punkt fiir die Verbreitung des Gletschersvorhanden sei, wird auch schon durch die Beobachtung des Haupt-manus Bach eonstatirt. (Jahreshefte 1869 S. 121 u. 122) sofern erhervorhebt, dass hier der Kreuzungspunkt der doppelten Hufeisen-form der Endmoräne sich befinde.