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man erst im 16. Jahrhundert. Erwähnt werden als Hiilfs-mittel des Rechnens Rechenbretter, ferner Rechenpfennige,die auf bestimmte Linien von verschiedenen Zahlenwertengelegt wurden. 1 Die arabischen Ziffern tauchen erst mitdem 16. Jahrhundert auf, während die alten, verdeutschten,römischen Ziffern auch dieses Jahrhundert hindurch beiuns noch vorwiegen. 2 Man hat auch in der Form vonHandschriften alte Lehrbücher des Rechnens aufgefunden,so in Basel ein solches aus dem Jahr 1408, welches 7Spezies aufzählt. 3
Wo noch Latein gelehrt wurde, geschah es natür-lich nur in den ersten Anfängen, nach den bekanntenLehrbüchern und Methoden. Die Leistungen waren nichtgross: es war schon etwas Ausgezeichnetes, wenn manin den niedern Schulen lateinisch lesen lernte. Je nachden Kenntnissen des Lehrers mögen noch andere Fächerin den Unterricht herbeigezogen oder durch den Lehrerin Privatstunden ertheilt worden sein, wie Belehrungenin der Muttersprache, Buchführung, den Realien u. s. f.Religionsunterricht wurde in den Deutschen Schulen wolselten gegeben, da er ja Sache der Geistlichkeit war; 4doch scheint es unter Umständen auch vorgekommen zusein. So erwähnt die Deutsche Schule in Luzern alsihre Lehrgegenstände: „Tütsch, Lateinischlesen, Schri-ben, auch etwa Geistliches“; 5 (wol nichts anderes alsAuswendiglernen der gewöhnlichsten Kirchengebete).
Die Obrigkeit bekümmerte sich noch weniger umdiese niedern Schulen : höchstens musste ihre Zustimmungbei der Errichtung einer solchen Schule eingeholt werden.Das Lehrpersonal bestand aus Laien, und war natür-lich noch bunter zusammengesetzt, als bei den LateinischenSchulen. Dabei war auch das weibliche Geschlecht ver-treten, in den „Lerfrouwen“. Schule hielt eben, werdazu Lust hatte. Aeltere Studenten wandten sich gerne
1 Kriegk, II. 82.
2 i = 1; ii = 2; iii = 8; iiii == 4; v = 5; vi = 6; vii =7; viii = 8; viiii = 9; x — 10; xx = 20; 1 = 50: c= 100;j == '/s; vj = 5'/ s .
3 Mone, II. 136.
4 Mone, a. a. O.
6 Hidber, XIII. 167.