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Geschichte des zürcherischen Schulwesens bis gegen das Ende des sechzehnten Jahrhunderts / von Dr. Ulrich Ernst
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auf ca. 1000 Fr. zu stehen. 1 Darnach würden sich dieMietzinse zu einander verhalten wie 284 : 1000 und dieGeldwerte von

1778 : 1878 = 1000 : 284 oder= 3,5 : 1

Dieses letztere Verhältniss kann nun freilich wenigerAnspruch auf Zuverlässigkeit erheben als die vorher-gehenden, weil der Unterschied in der Qualität des Wert-gegenstandes hier jedenfalls weit grösser ist als dort.Man darf daher mit hoher Wahrscheinlichkeit den Wertdes Geldes vor ungefähr 100 Jahren dem doppelten desheutigen gleichsetzen.

B. Versuchen wir es, ähnliche Vergleichungen ausdem 16. Jahrhundert mit der Gegenwart anzustelleii,so muss man sich von vornherein auf eine kleinerePeriode beschränken, wenn die Durchschnittszahlen nichtbloss einen ideellen Wert haben sollen. Einmal warendie Schwankungen in den Preisen früher viel bedeutenderals jetzt, nicht nur in verschiedenen Zeiten, sondern auchgleichzeitig an verschiedenen Orten. So war in Basel ,Baden, Schaffhausen, Lindau u. a. O. das Korn immerwolfeiler als in Zürich . Dann macht sicli mit den sech-ziger Jahren eine auffallende und bis zum Ende desJahrhunderts anhaltende Steigerung im Preise der Lebens-mittel und damit aller andern Verkaufsgegenstände gel-tend. Das Korn erreicht durchschnittlich einen dreifachenPreis. Der Beginn dieser Theuerung fällt ins Jahr 1563.Mit diesem Jahr, schreibt Waser, 2 fangen die unglück-seligen Fehl- und Ilungerjahre an. Die Obrigkeit kaufteauswärts, besonders in Basel , Korn für ihre Angehöri-gen auf und konnte es ohne Schaden wol zu 1 / s billigerals die Marktplätze liefern. Dennoch war die allgemeineKot gross genug.Man kochte in diesen elenden Jahrenallerhand wildwachsende Pflanzen, und doch stürben viele

1 Diese scheinbar hohen Ziffern würden sich beträchtlich re-duziren durch den Abzug der Gesclutftslokale, welche bei beidenPerioden zu den Wohnungen haben gezählt werden müssen.

a Waser: Ceres tlmricenses, manuscr.