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chen Gegenden, die sonst durch ihren Goldreichthum berühmtwaren, nicht mehr gefunden, und andere Gegenden, in denenein Zufall die kaum verborgenen Schätze entdecken ließ, sindschnell zu großem Reichthum gelangt. In nicht zerstörten Ge-birgen ist das Gold bis jetzt nur in Gebirgsarten angetroffenworden, welche wir zu den ältesten, oder wenigstens zu denälteren rechnen, besonders aber in den Porphyren und in denihnen verwandten Gesteinen. Es kommt nur gediegen, undzwar sehr häufig in Gemeinschaft mit Schwefelkies, aber auchwit anderen Schwefelmetallen vor, so daß es bald durch bloßemechanische Reinigungsarbeiten dargestellt werden kann, baldin Verbindung mit Silber, Kupfer und Blei gewonnen wird,und dann durch besondere Operationen von diesen Metallenwieder geschieden werden muß.
Daß in Portugal Gold in Seiffenwerken gewonnenworden sey, erwähnt Plinius , aber wir haben über diese al- »ten Goldwäschen keine nähere Nachricht. Von den Goldwä-schereien, die man ehemals am Zezere-Flusse im Großen be-trieben haben muß, sagt v, Eschwege (Nachrichten aus Por tugal und dessen Eolonien. Braunschweig 1820. S. 137) hatman keine Kunde mehr. Die Ansicht der großen Halden ab-gerundeter Geschiebe, lassen nur noch ihren Ursprung ahnden,den man in die Zeiten der Römer zurück setzt, Diese Hal-den können unmöglich das Werk von einigen Jahren gewesenseyn. Es giebt noch hin und wieder Bauern, die an denFlüssen waschen, obgleich es verboten ist. Da wo die Altengegraben und gewaschen haben, soll nichts mehr vorhandenseyn, sondern bloß am Ufer des Flusses, wo viele zerklüfteteFelsen sind, grabt man zwischen den Klüften die Erde heraus, »in welcher sich dann etwas Gold findet- Man bedient sichhier runder Sichertröge, entweder von Holz oder von Kork-rinde. Der Rest des gewaschenen Gesteins, womit das Goldim Sichertroge gemengt bleibt, ist schwarzer Eisenglimmer.