Band 
Dritter Band.
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Luft durch die Lutten herbeigeführt und je stärker die Lust indem Kasten dadurch zusammengepreßt wird; vorausgesetzt daßkein Wasserabfluß aus dem Kasten ö. statt fände. Hätte dieverdichtete Luft also keinen Ausgang, und fände kein Abflußdes Wassers aus dem Kasten statt, so würde die verdichteteLuft in der Lutte in die Höhe steigen müssen. Findet aberein Abfluß des Wassers aus dem Kasten statt, so wird diegepreßte Luft gerade so wirken, wie in den Windkesseln; siewird nämlich den Abfluß des Wassers mit der ihrer Elasticitätzukommenden Kraft beschleunigen und die Größe der Luftpres-sung wird von dem Druck der Wassersäule, von dem Druckeiner Luftsäule, in der Höhe, um welche die Abflußöffnungtiefer liegt als die Zuströmungsöffnung, welche indeß, als ganzunbedeutend, außer Rechnung zu bringen ist, so wie von derGröße der Abflußöffnung abhängig seyn. Die Beschleunigung,mit welcher das Wasser aus der Abflußöffnung getrieben wird,muß um so größer seyn, je mehr sich die Masse des Windesvon Augenblick zu Augenblick vermehrt (und nicht, wie desden Windkesseln, dieselbe bleibt). Bei sehr kleinen Abflußöff-nungen wird sich also, um das Aufsteigen der gepreßten Luftin den Lutten zu verhindern, die Geschwindigkeit des ausströ-menden Wassers ins Unendliche vermehren müssen; oder weildies nicht möglich ist, so wird, bei zu kleinen Abflußöffnungen,das Ausströmen des Windes durch die Lutten nothwendigebenfalls erfolgen müssen. Noch anders wird aber das Ver-halten seyn, wenn nicht bloß das Wasser aus dem Kasten ei-nen Abfluß durch eine Ausströmöffnung erhält, sondern wennauch die in dem Kasten zusammengepreßte Luft, aus einer Oeff-nung im Deckel des Kastens entweichen kann. Je weiter dieOeffnung ist, desto weniger Widerstand äußert die Luft, unddesto größer muß die Abflußöffnung für das Wasser seyn,wenn es im Kasten immer in gleicher Höhe erhalten werdensoll. Bei gleichen Quantitäten Luft, die mit dem Wasser