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Fig. 482 bis 484. ist ebenfalls ein Sumpfofen mitverdecktem Auge, welcher sich von dem Ofen Fig. 473 bis 475.dadurch unterscheidet, daß der Sumpf mit zwei Stichtiegelnversehen ist.
Fig. 485 bis 487. ist ein Spur osen, bei welchem dieSpur gänzlich fehlt, indem die geschmolzene Masse unmittel-bar durch das Auge aus dem Ofen in den Spurtiegel fließt.
Fig. 488 bis 490. ist ebenfalls ein Spurofen, wel-cher sich von dem vorigen nur dadurch unterscheidet, daß dasAuge und der Spurtiegel durch die Spur mit einander ver-bunden sind.
Fig. 491 bis 493. ist ein Spurofen mit 2 Spurtie-geln (ein Brillenofen), welcher von dem Spurofen Fig. 488und 490. nur darin abweicht, daß er nicht mit einem, sondernmit zwei Spurtiegeln versehen ist.
Fig. 494 bis 496. ist ein Spurofon mit einem Spur-tiegel und mit einem Stichtiegel, welcher übrigens von demSpurofen Fig. 485 bis 487. gar nicht verschieden ist.
Das Zumachen erfordert Uebung und Geschicklichkeit. Werdem Einstampfen des Gestübbes muß man mit derselben Vor-sicht wie bei dem Stampfen lockerer Massen überhaupt ver-fahren, damit sich nicht Schichten ablösen. Die fest gestampfteOberfläche muß nämlich immer wieder ausgekratzt werden, wenneine neue Quantität zum Einstampfen eingetragen wird. DenTiegel und den Sumpf schneidet man aus und giebt ihnendadurch die regelmäßige Gestalt. Bei dem Zumachen derSumpföfen mit verdecktem Auge wendet man eine Chahlonean, um das Auge, oder die Oeffnung, welche Heerd und Vor-heerd verbinden soll, zu bilden. Um die Oeffnungen zu erhal-ten, durch welche man zum Stich, sey es im Tiegel oder imSumpf, gelangen kann, bedient man sich ebenfalls einer Cha-blone, des so genannten Stichholzes, welches nach beendigtemKarsten Metallurgie M. Lhl. 21