Band 
Dritter Band.
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Immer werden sie aber dazu dienen, die übrigen Silikate,welche in die Schlacke geführt werden sollen, leichtflüssiger zumachen. Deshalb sind sie sogar, ungeachtet ihrer basischenBeschaffenheit, auch als Zuschläge bei Erzen, deren Gebirgs-art aus Kalkstein besteht, sehr anwendbar. Einen zufälligenNutzen gewähren sie ferner noch dadurch, daß sie die Beschi-ckung auflockern, welches bei der Anwendung von Schachtöfen,und wenn die zu verschmelzenden Erze sehr zerkleinert sind,oder sich im Zustande der Schliche befinden, von sehr großerWichtigkeit ist, wie früher gezeigt worden. Die Eisenfrisch-schlacken werden sich daher zu allen Beschickungen, bei denenes darauf ankommt leichtflüssige Silikate zu bilden, aus wel-chen das oxydirte Eisen nicht reducirt werden soll, mit demgünstigsten Erfolge anwenden lassen.

Statt der Eisenfrischschlacke wendet man auf den mehr-sten Hütten die Schlacken an, welche von der eigenen Arbeitfallen. Diese Schlacken haben immer mehr oder weniger dieZusammensetzung der Eisenfrischschlacken, nur daß die von ei-nigen Arbeiten abfallenden Schlacken schon mehr Kieselerdeals die bei anderen Arbeiten entstehenden, aufgenommen ha-ben. Man bedient sich der Schlackenzuschläge theils aus dem-selben Grunde, aus welchem man die Eisenfrischschlacken an-wenden würde, wenn man sie nicht durch die eigenen Schla-cken entbehrlich machte, theils um durch das abermalige Ver-schmelzen wo möglich noch einen Theil des mit verschlacktenMetalles wieder zu gewinnen. In wiefern diese Schlacken dieEisenfrischschlacken ganz ersetzen können, oder in einigen beson-deren Fällen vielleicht noch wirksamer sind als diese; läßt sichnur nach den Umständen beurtheilen, unter welchen sie erzeugtwurden, und nach den Zwecken zu welchen sie bestimmt sind.Diejenigen Schlacken, welche ungeachtet eines großen Gehaltsan Eisenoxydul, durch das schon einmal mit ihnen wiederholteVerschmelzen, mehr Kieselerde aufgenommen haben, als an-