360
leisten sehr leichtflüssige Schlacken (vorzüglich Eisenfrischschla-cken) sehr wesentliche Dienste, weil sie eine Decke für dasschon reducirte Metall bilden und den Verlust durch Verflüch-tigung vermindern.
Auf diese wenigen genannten Zuschläge beschränkt sich ei-gentlich die ganze Anzahl derselben, deren der praktische Me-tallurg bedarf. Thonhaltige Zuschläge werden nur in höchstseltenen Fällen zweckmäßig anzuwenden, und auch in diesenwenigen Fällen besser durch Schlacken von den eigenen Arbei-ten zu ersetzen seyn. — Bei der Anwendung der thonhaltigenZuschläge muß man mit großer Vorsicht verfahren.
Zu den Zuschlägen im Allgemeinen pflegt man zwar auchdas regulinische Eisen, die Glätte und andere Substanzen zurechnen, welche Bleyoxyd enthalten; allein diese Zusätze dür-fen niemals als Zuschläge wirken, wenn die Arbeiten mit Um-sicht geleitet werden,
Die Schlackenbildung.
Wenn die verschiedenen oxydirten Körper, welche die Be-standtheile oder die Gemengtheile der Erze ausmachen, — siemögen sich schon von Natur im oxydirten Zustande befundenhaben, oder durch die Röstarbeit erst darin versetzt wordenseyn, — nicht sehr verschiedene Grade der Temperatur zu ih-rer Neduction bedürften, so würde es vielleicht nicht möglichseyn, den metallischen Bestandtheil der Erze von dem erdigen,oder die verschiedenen Metalle von einander, durch die Schmelz-arbeiten zu trennen. Die Erfahrung, daß die Erden über-haupt reducirbar sind, ist bekanntlich erst in ganz neuen Zei-ten gemacht worden, und wir wissen, daß die Temperatur inunseren Schmelzöfen noch nicht hinreicht, diese Reduction, ver-mittelst der Kohle, zu bewerkstelligen. Die geringen Quanti-täten Silicium, welche in den höchsten Lemperaturgraden inden Qesen gebildet werden und mit dem Eisen in Verbindung