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im Verhältniß zu den Kohlen angewendet werden kann, keinemetallfreie Schlacke erfolgt. Die vollständige Reduction wirdsich alsdann nicht mehr durch eine Veränderung der Beschi-ckung, — es versteht sich, bei einer gegebenen Beschaffenheitder Zuschläge, — bewirken lassen, sondern nur ganz alleindurch die Erhöhung der Temperatur hervorgebracht werdenkönnen. Es ist nämlich einleuchtend, daß diejenige Beschi-ckung die zweckmäßigste seyn muß, bei welcher das größte Ver-hältniß des Erzes zu den Kohlen, bei gleich geringem Me»tallverlust durch Verschickung, angewendet werden kann.Denn wie man auch die Beschickung abändert, so kann siedadurch nur strengflüssiger werden, und man wird den Erz-satz zu vermindern genöthigt seyn, um nicht zu viel Metalldurch Verschickung zu verlieren. Es ergiebt sich daraus einfür die Praxis sehr wichtiges Mittel, sich von der Zweckmä-ßigkeit der gewählten Beschickung zu überzeugen, welches darinbesteht, daß man durch Verstärkung oder durch Verminderungder Zuschläge untersucht, bei welchem Beschickungsverhältnißdie größte Quantität Erz (nicht Beschickung) zu den Kohlenangewendet werden kann, ohne daß die sich bildenden Schla-cken an Metallgehalt zunehmen. Ist dies Verhältniß gefun-den, so ist bei den vorhandenen Erzen und Zuschlägen keinanderes möglich, bei welchen eine noch leichtflüssigere Schlackemit geringerem Metallgehalt gebildet werden kann, und dievollständige Reduction kann dann nur durch die Erhöhung derTemperatur, nämlich durch das Verhältniß der Beschickung zuden Kohlen (bei den Schachtöfen) bewerkstelligt werden. Esgiebt kein anderes Mittel um sich vyn der Zweckmäßigkeit dergewählten Beschickung zu überzeugen, als das eben erwähnte,,welches indeß eine sehr genaue Untersuchung des Metallgehal-tes der Schicken voraussetzt, um sich durch die dünnflüssigeBeschaffenheit derselben nicht täuschen zu lassen. Nur bei derVerschmelzung der Eisenerze ist es in der Anwendung sehr