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geschmolzene Masse, — Gekrätz, — und eine sehr unreineSchlacke seyn, welche wieder mit auf die Gicht gebracht wer-den müssen. Hat sich die Versetzung im Schacht in einemnoch höheren Grade eingestellt, so wird man wohl gar genö-thigt, einen Theil der Ofenbrust wegzubrechen, um die festge-sinterten Massen abzulösen.
Das Verhältniß der Erzsätze zu den Kohlensätzen ist zu-weilen von der Art, daß, in der Regel wenigstens, — keineFlamme auf der Gicht zum Vorschein kommt. Man nenntdies mit dunkler Gicht schmelzen. In anderen Fällen istes nöthig, das Verhältniß so einzurichten, daß die aus demSchmelzraum sich nach oben verbreitende Hitze groß genugbleibt, um die sich entwickelnden Gasarten, bei dem Zutrittder atmosphärischen Luft auf der Gicht, mit Flammen bren-nen zu lassen, welches man das Schmelzen mit Heller Gichtnennt. Es ist einleuchtend, daß das Schmelzen mit dunkleroder mit Heller Gicht von dem Grade der Temperatur ab-hängt, welcher im Schmelzraum nothwendig ist, um den Zweckder Schmelzarbeit zu erreichen. Außerdem wird die Höhe derOeftn, — mit Ausnahme der Hohöfen zum Eisenerzschmel-zen, welche immer mit Heller Gicht arbeiten, — einen Ein-fluß auf die Beschaffenheit der Temperatur auf der Gicht äu-ßern. Höhere Oeftn können füglich mit dunkler Gicht arbei-ten, während niedrige Oeftn leicht der hellen Gichten bedür-fen. Läßt sich der Zweck mit dunklen Gichten erreichen, somuß der Erzsatz niemals für helle Gichten eingerichtet werden,weil dabei die Kohlen weniger Vortheilhast benutzt werden.Ost macht eine unzweckmäßige, — strengflüssige, — Beschi-ckung es nothwendig, mit Heller Gicht zu arbeiten, währendman bei einer leichtflüssigeren Beschickung den Erzsatz verstär-ken und eine dunkle Gicht führen könnte. Die hellen Gichten,— wo sie, wie gewiß sehr häufig, nicht nothwendig sind, —veranlassen nicht allein einen größeren Kohlcnverbrauch, son-