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EX TAKTUNG UND GENIE.
Battaglia per l'arte April 1893.) In den wenigenFällen, wo, bei Insecten, das Weibchen dem Männ-chen intellectuell überlegen ist, liegt der Grund hier-für darin, dass das Weibchen geschlechtslos gewordenist. (Arbeitsbienen, geschlechtslose Ameisen etc.)Dasselbe gilt für die menschlichen Rassen.
Es ist bekannt, dass sich die primitive Kunst aufdie Ausschmückung der eigenen Person, der Waffen,der Geräthe, des Hauses und vor allem des zur Auf-nahme von Gästen und Fremden bestimmten Gemachesbezog. In allen diesen Künsten nun nimmt derMann in der menschlichen Entwickelungsgeschichteden ersten Rang ein. Bei vielen primitiven Rassenschmückt der Mann sein Haupt mit Federn undBüscheln, Arme, Hals und Ohren mit den verschieden-sten Behängen, seinen Körper mit Bändern, Stoffen oderTätowirungen, während das Weib schmucklos einher-geht, höchstens ein Stück Leinwand um die Hüftengeschlungen trägt, aber auch oft ganz unbekleidetbleibt. In Australien unterscheiden sich die von denMännern gemachten Gefässe von den Erzeugnissender Frauen durch schönere und reichere Verzierung. * )
Auch in unserm Zeitalter stehen die Frauen,wenn sie auch in den Affecten, in Mitleid und Liebeden Mann übertreffen, doch intellectuell und mitHinsicht auf die Basis der Intelligenz, die Sensibilität,hinter dem Manne zurück.
»Die Frauen«, sagt Stendhal , »ziehen das Ge-miith dem Verstände vor, und das ist ganz natürlich,denn da sie, unsern Sitten zufolge, niemals mitirgend einer geschäftlichen Familienangelegenheitbetraut werden, so brauchen sie den Verstand über-haupt nicht, ja, er ist in ihren Augen sogar