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Entartung und Genie : neue Studien / von Cesare Lombroso ; gesammelt und unter Mitwirkung des Verfassers Deutsch Herausgegeben von Dr. Hans Kurella
Entstehung
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115
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ZUR PHYSIOLOGIE UM) PSYCIIO-PATIIOLOGIE. j j 5

Um den charakteristischen Stempel zu finden,den das Genie der Handschrift aufdrückt, vergleicheman den Namenszug des Gecken Richerieu mit demdes grossen Cardinais, die ärmliche Schrift dernu Barry auch einer Celcbrität, aber keinesGenies mit der von Carmen Syrva, Juriette Adamund IIeeen Zimmern. Alle diese Personen warenberühmt, aber aus den disparatesten Gründen. Nurdie mit Recht berühmten haben eine charakte-ristische Schrift.

Spielereien mit der Calligraphic und Orthographie,wie sic bei Imbecillcn und Paranoikern Vorkommen,manchmal eng verbunden mit harmlos-lustigen, einwenig albernen Wortspielen, finden sich nicht seltenin der intimen Correspondenz genialer Menschen.Ich will nur ein Beispiel nennen, den BriefwechselSwifts mit Stki.ra und mit Sheridan. Die Briefe desironischen Dccans an Stei.ra wimmeln von tollem Spiel;so schreibt er im Mai 1701 in einem Briefe: »Hegave al bsadnuk lboinlpl dfaour ufainfbtoy dpionufnad«d. h. a bank bill for fifty pound, und zum Schlussdes Briefes: »and zoo must ely Leie, and Hele,and Ilele aden. Must too mimitate Pdfr, pay? Iss,and sola shall. And so leies fol a rectle. Dood mollow.«

Fast 30 Jahre später hat Swift Gefallen anähnlichen Spässcn in seinen Briefen an Sheridan.Die beiden alten, geistreichen Herren schrieben ein-ander Briefe, in denen jedes Wort auf ling endet,oder schrieben englisch mit griechischen Buch-staben, in lateinischer Orthographie oder mit um-einander gerissenen und bunt zusammengeworfenenSilben; z. B. »My bung ling tailor was tip ling frommorn ing to night. Do you know drive ling Doll vvithher drab ling tail and drag ling pctticoat and gogling eyes, . . . while his wife in her mac ling lace,is muH ling clarct to make her husband maud ling

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